Für Yan Bingtao war es ein Tag zum Vergessen. Nichts wollte ihm gelingen. Seine Safeties waren nicht so zwingend, wie man es von ihm kennt.
Und hatte er mal eine Chance, dann bekam er schnell Probleme, weil er den Spielball nicht ausreichend gut kontrollierte. Ganz anders dagegen Zhao Xintong, der sich sehr lochsicher zeigte und auch bei schweren Bällen eine hohe Quote hatte.
Mit einer Clearance von 74 Punkten hatte Zhao Xintong den ersten Frame gewonnen.
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Der zweite Durchgang dauerte mehr als 35 Minuten und Yan Bingtao schaffte den Snooker, den er brauchte. Aber mit Blau und Pink holte Zhao das 2:0 und ließ dann Breaks von 118, 82, 89 und 68 Punkten zum 6:0 folgen.

Zhao in bester Higgins-Manier

Im siebten Frame witterte Yan Bingtao erstmals wieder Morgenluft, als er eine 60 vorgelegt hatte. Aber das reichte nicht: Zhao fing ihn noch in bester Higgins-Manier mit einer Clearance von 70 Punkten ab und holte sich dann auch den letzten Frame des Nachmittages.
Am Abend war dann natürlich die Luft raus. Zhao Xintong schaffte es zwar nicht, das notwendige Konzentrations-Level zu erreichen. Daraus erwuchsen Chancen für Yan, die der angesichts des klaren Rückstandes aber auch nicht mehr nutzen konnte. So stand nach 23 Minuten das 9:0 fest.
Dies ist das zweite Mal in der Snooker-Geschichte, dass ein Spieler ein Ranking-Finale mit 9:0 gewonnen hat. Zuvor war das Neil Robertson im Januar 2020 beim European Masters in Dornbirn gegen Zhou Yuelong gelungen.
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