Mark King gewinnt Northern Ireland Open in einem dramatischen Finale gegen Barry Hawkins

Mark King gewinnt das Finale der Northern Ireland Open gegen Barry Hawkins mit 9:8. Nach mehr als 25 Jahren als Profi hat King damit zum ersten Mal ein Weltranglisten-Turnier gewonnen. Klasse und Drama bildeten in einem denkwürdigen Finale einen einzigartigen Spannungsbogen.

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Fotocredit: Eurosport

Mark King war bewegt nach seinem Triumph beim Northern Ireland Open. Nach mehr als 25 Jahren als Profi hat er zum ersten Mal ein Weltranglisten-Turnier gewonnen. Mit 9:8 bezwang er Barry Hawkins in einem Finale, das denkwürdig war. Klasse und Drama bildeten einen einzigartigen Spannungsbogen. King:

Dramatische Schlussphase

Vor allem die Schlussphase wird lange in Erinnerung bleiben. Mark King war mit 8:7 in Führung gegangen, doch Barry Hawkins schien den Ausgleich eigentlich schon sicher zu haben.
King brauchte Snooker auf Pink, Schwarz lag aber im Einlauf der Ecktasche. Ein episches Duell entwickelte sich, aber King zwang seinen Kontrahenten, Schwarz zu foulen. Nachdem er dann noch die letzten beiden Farben gelocht hatte gab es eine Re-spotted Black.
Da jedoch sah King sich nach einer exzellenten Safety von Hawkins zu einem riskanten Double gezwungen, das jedoch knapp den Einlauf der Mitteltasche verfehlte. Hawkins lochte zum 8:8.

Entscheidungsframe geht an King

Im Entscheidungsframe hatte Mark King die erste Chance, aber er konnte den Frame nicht sicher machen. Barry Hawkins jedoch kiekste nach 31 Punkten. King kämpfte weiter und gewann den Frame und damit auch den Titel. Danach folgte ein sehr emotionales, aber auch sehr ehrliches Interview mit dem Sieger.
Tief bewegt war er, dass sein lebenslanger Traum nun endlich in Erfüllung gegangen ist. Aber er erinnerte auch an die dunklen Seite seiner Karriere. Er sprach über seine Spielsucht und darüber, dass er ohne seine Frau Sally und ohne die Unterstützung seines Vaters aus diesem Teufelskreis nicht hätte herausfinden können.
Das Finale von Belfast hatte aber von Anfang an ein gutes Niveau. Barry Hawkins erwischte den besseren Start und gewann mit Breaks von 85 und 113 Punkten die ersten beiden Frames, doch Mark King schlug mit einer 110 zurück. Trotzdem zog Hawkins auf 5:1 davon.

King wie im Rausch

King jedoch erkämpfte sich die letzten beiden Frames der ersten Session und wahrte so seine Chancen für den Abend.
Zu Beginn der zweiten Session spielte sich Mark King dann in einen Rausch. Mit Breaks von 62, 100, 45 und 54 Punkten holte er die ersten vier Frames des Abends. Aus einem 1:5 hatte er so eine 7:5-Führung gemacht. Barry Hawkins war jedoch noch nicht geschlagen. Breaks von 73 (als er die zehnte Schwarze verschoss) und 76 Punkten brachten ihm das 7:7.
King holte sich die Führung zwar zurück, doch in dem über eine Stunde dauernden 16. Frame erzwang Hawkins dann doch den Decider.
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