London Master: Neil Robertson verliert nach Aufholjagd im Decider gegen Kyren Wilson - Wu Yize putzt Xiao Guodong

Die furiose Aufholjagd von Neil Robertson im Viertelfinale des London Masters gegen Kyren Wilson bleibt ungekrönt. Der Australier, der zwischenzeitlich 1:4 hinten lag, verlor im Ally Pally gegen den Weltranglistenzweiten im Decider 5:6. Im Halbfinale trifft Wilson nun auf Shootingstar Wu Yize. Der Chinese putzte seinen Landsmann und Kumpel Xiao Guodong per Whitewash 6:0.

"Spaß darf nicht zu kurz kommen": Wilson versucht No Look bei Century

Quelle: Eurosport

Wilson startete stark ins Spiel. Die ersten drei Frames gingen alle an den glänzend aufgelegten Engländer. In den Durchgängen eins und drei spielte "The Warrior" sogar jeweils ein Century.
Dann taute Robertson allmählich auf. Den knappen vierten Frame gewann der Weltranglistendritte 59:57. Wilson ließ sich vorerst aber nicht beirren und spielte ein 66er-Break zum 4:1. In der Folge drehte Robertson komplett auf.
Vier Frames in Serie schnappte sich der Australier. Auch dem 43-Jährigen gelangen zwei 100+ Breaks. Im neunten Frame zur 5:4-Führung musste Robertson zaubern. Beim Stand von 20:26 lochte er Rot stark, blieb am Tisch und gewann den Durchgang.
Wilson antwortete mit seinem dritten Century. Es ging in den Decider, in dem der Engländer das bessere Ende für sich behielt. Im offenen Frame verpasste Robertson eine lange Rote und ließ die Tür für Wilson offen. The "Warrior" nutzte seine Chance, erarbeitete sich einen Vorsprung und veredelte seinen starken Durchgang nach 38 Minuten mit Blau.

Wu dreht gegen Xiao auf

Im Halbfinale trifft Wilson am Samstagabend (20:00 Uhr bei Eurosport und HBO Max) auf Wu Yize. Der chinesische Shootingstar besiegte seinen Landsmann und Kumpel Xiao Guodong 6:0.
Wu, der im November das International Championship gewann, erwischte einen Sahnetag. Im ersten Frame gelang ihm ein 111er-Century, so viele Punkte erreichte Xiao in allen sechs Durchgängen zusammen nicht. Wu spielte in fünf Frames mindestens ein 60er-Break.
"Ich hatte in zwei oder drei Frames Chancen, aber ich habe einige Bälle verfehlt", sagte Xiao. "Wu hat wirklich gut gespielt, und ich gratuliere ihm", zeigte sich der 36-Jährige als fairer Verlierer.
"Wir sind außerhalb des Tisches sehr gute Freunde, aber sobald wir in einem Match sind, geben wir beide alles. Ich habe einige wichtige lange Stöße versenkt und war defensiv stark. Ich habe versucht, es zu genießen und mich nicht unter Druck zu setzen", erklärte Wu, der der erste Master-Debütant im Halbfinale seit 2021 ist.
Kurios: Am Abend vorher kochte Xiao noch für seinen 14 Jahre jüngeren Gegner. "Jetzt ist Schluss mit Kochen! Nein, wir sind gute Freunde, das ist okay", scherzte Weltranglistenelfte nach dem Spiel beim Eurosportpartner TNT Sports.
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Robertson bleibt cool: Starker Pott vom Australier unter Druck

Quelle: Eurosport


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