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Hohe Breaks und kuriose Flukes: Ronny O’Sullivan schlägt Mark Selby
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Publiziert 17/11/2018 um 23:29 GMT+1 Uhr
Das Halbfinale zwischen Ronnie O’Sullivan und Mark Selby beim Northern Ireland Open war ein absolutes Top-Match. Mit 6:5 setzte sich O’Sullivan durch. Viele hohe Breaks machten das Match zu einem mitreißenden Duell, aber am Ende spielten kuriose Flukes eine entscheidende Rolle. Im Endspiel trifft O’Sullivan am Sonntag in Belfast auf Judd Trump, der Eden Sharav mit 6:3 schlug.
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Ronnie O’Sullivan und Mark Selby lieferten die erhoffte große Show mit einem dramatischen und kuriosen Finale. Über weite Strecken bestimmte das Breakbuilding das Match: Neun Serien von mehr als 50 Punkten spielten die beiden, darunter auch drei Centuries von O’Sullivan (135, 114 und 112 Punkte). In acht der elf Frames hatte der Verlierer am Ende keinen Punkt geholt. Gleich reihenweise reichte den beiden eine einzige Chance zum Framegewinn. Selby hatte den ersten Frame gewonnen, aber mit zwei Centuries in Folge übernahm O’Sullivan die Führung. Im vierten Frame gab es zwei Re-Racks, ehe Selby mit einer 92 das 2:2 schaffte.
Nach dem Interval zog dann aber erst mal Ronnie O’Sullivan dank Breaks von 87 und 112 Punkten auf 4:2 davon. Selbys 78 konterte er mit einer 69 und stand mit 5:3 kurz vor dem Sieg. Aber Selby gab sich nicht geschlagen. Dank einer 72 kam er wieder heran. Danach war Kampf angesagt. Nachdem O’Sullivan Blau vom Spot verschossen hatte schaffte Selby den Ausgleich.
Trump setzt sich gegen Sharav durch
Im entscheidenden elften Frame vergaben beide eine Chance, als sie Schwarz vom Spot verschossen. Das Ende dann aber bot großes Drama: Mark Selby verschoss die letzte Rote, aber durch Zufall blieb ein Snooker liegen. Ronnie O’Sullivan brauchte vier Versuche, um Rot zu treffen, aber dabei lochte er dann Rot, ebenfalls per Zufall. Diese Chance ließ er sich nicht entgehen. Er räumte den Tisch ab und hatte den Decider auf Schwarz gewonnen. Über die Distanz gesehen war O’Sullivan aber der etwas bessere Spieler, vor allem wegen der höheren Breaks, so dass sein knapper Sieg durchaus in Ordnung ging.
Eden Sharav schien im ersten Halbfinale seiner Karriere zunächst keine Chance zu haben. Schnell ging Judd Trump dank Breaks von 54, 107 und 68 Punkten mit 3:0 in Führung und lag auch im vierten Frame schon mit 56:0 vorne, ehe Sharav dank einer starken Clearance von 65 Punkten bis Pink doch noch das 1:3 schaffte. Das half Sharav, ins Match zu finden. Nach dem Interval baute Trump seine Führung zwar zunächst dank einer 108 wieder aus, doch ein Kick brachte ihn im sechsten Frame aus dem Konzept. In dem dann zerfahrenen Durchgang schaffte Sharav das 2:4 und verkürzte anschließend dank einer 76 auf 3:4.
Nach dem siebten Frame verließ Judd Trump kurz die Arena, um sich zu sammeln, wie er im Eurosport-Interview nach dem Match gestand. Nach einer spektakulären ersten Roten baute er seine Führung mit einer 97 wieder aus und dominierte dann mit weiteren starken Bällen auch den neunten Frame.
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