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Das Flair, der verdiente Sieg und sich leerende Akkus: Familientreffen in Fürth
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Publiziert 29/08/2016 um 15:39 GMT+2 Uhr
Auch wenn das Finale nicht unbedingt das Zeug zum Klassiker hatte: Das Paul Hunter Classic in Fürth hat wieder einmal sein besonderes Flair bestätigt. Ein solches Turnier gibt es kein zweites Mal auf der Maintour. Die Art, wie sich dort in der Stadthalle (und in der Stadt) Spieler und Fans mischen, ist einzigartig. Das mutet schon an wie ein großes Familientreffen.
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Dass das Paul Hunter Classic weiterhin ausgetragen wird ist wichtig. Wichtig nicht nur für Snooker-Deutschland, sondern für den gesamten Snookersport. Aber ich weiß, dass Thomas Cesal und sein Dragonstars-Team alles daran setzen werden, dass es auch so kommt. Und bei dem, was sie schon auf die Beine gestellt haben, bin ich mir auch sicher, dass es auch die 14. Auflage des Paul Hunter Classic geben wird. Auch bei Worldsnooker weiß man schließlich, was man an diesem Event hat.
Zum sportlichen Fazit: Mark Selby und Tom Ford hatten ja beide Recht, dass sie im Finale nicht ihr bestes Snooker geboten haben. Selby hatte die besseren Breaks, Selby hatte die zwingenderen Safeties und Selby hat daher verdient gewonnen; das ist eigentlich alles, was man dazu sagen kann. Beide nannten als Grund, dass es immer eine besondere Situation sei, wenn zwei Freunde gegeneinander spielen. Ich glaube aber nicht, dass das der einzige Grund war. Da war auch noch viel Rost vom Sommer in den Knochen, der Wettkampf-Rhythmus war noch nicht da. Das macht sich dann natürlich vor allem im vierten Spiel des Tages bemerkbar, wenn sich der Akku so langsam leert.
Für Beide kann sich Fürth aber noch als wertvoll erweisen. Nach seinem ersten WM-Titel hat Mark Selby ja lange gebraucht bis er wieder so richtig in die Spur gefunden hatte. Das könnte ihm jetzt leichter fallen. Ein Titel gibt halt immer Selbstvertrauen und Aufwind. Tom Ford muss ja in dieser Woche sofort wieder in der Qualifikation zum Shanghai Masters an den Tisch. Die Matchpraxis von Fürth ist da von Vorteil. Und schließlich hat er ein sehr gutes Turnier und viele hohe Breaks gespielt; nur im Finale hat es ja zu seinem Leidwesen nicht geklappt.
Die Viertelfinal-Teilnahme von Jimmy White wird vom Paul Hunter Classic 2016 sicher auch in Erinnerung bleiben. Der Wirbelwind zeigte sich nicht nur körperlich runderneuert. Die Umstellung der Lebensweise hat auch seinem Spiel sichtbar gut getan. Dass er trotzdem nach seinem Viertelfinal-Aus mit viel Frust die Stadthalle verließ spricht für seinen ungebrochenen sportlichen Ehrgeiz. Und Thepchaiya Un-Nooh hat endlich seinen schwarzen Maximum-Fluch besiegt; es gab wohl niemanden, der sich nicht mit dem Thailänder gefreut hat.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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