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Rolf-Kalb-Blog: Der Warrior triumphiert beim krönenden Abschluss einer tollen Woche bei den German Masters in Berlin
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Publiziert 04/02/2025 um 14:17 GMT+1 Uhr
Es war der krönende Abschluss einer tollen Woche in Berlin: Kyren Wilson hat zum zweiten Mal nach 2019 im Tempodrom das German Masters gewonnen. In einem packenden Finale setzte er sich mit 10:9 gegen Barry Hawkins durch. Für den „Warrior“ war es bereits der dritte Titel in der laufenden Saison. Eurosport-Experte und -Podcaster Rolf Kalb blickt zurück auf die Woche in Berlin.
Kyren Wilson lässt sich vom Berliner Publikum feiern.
Fotocredit: Imago
Er hat Wort gehalten: Unmittelbar nach seiner Niederlage im Masters-Finale hatte Kyren Wilson angekündigt, sich dann eben beim German Masters schadlos halten zu wollen. Genauso ist es auch gekommen. Er hat im Tempodrom nicht unbedingt Überflieger-Snooker gespielt, aber im Warrior-Stil ist er eben auch schwer zu knacken.
Das musste auch Barry Hawkins anerkennen. Der hat ja nun wirklich alles versucht, aber am Ende reichte es dann eben doch nicht ganz. Er hat dann auch unumwunden zugegeben, dass mit Kyren Wilson der bessere Spieler gewonnen hat. Auch das zeichnet den Sympathieträger eben aus.
Er hatte aber auch Recht, als er im Interview mit mir nach dem Match meinte, es ginge in die richtige Richtung für ihn. Finale bei der UK Championship, Finale beim German Masters – da kann man nicht von einer schwachen Saison sprechen.
Kyren Wilson dagegen marschiert weiter unbeirrt durch die Saison. Schon in Berlin kündigte er an, dass es bis zur Weltmeisterschaft ja noch einige Turniere gebe und er dort auch weitere Trophäen holen wolle. Wer ihn in Berlin hautnah erleben durfte wie ich, der spürte, dass das keine leere Drohung war.
Wilson und Hawkins liefern Traumfinale
Es passiert selten, dass ein Spieler nach seinem ersten WM-Titel eine solch erfolgreiche Saison folgen lässt. Während andere nach ihrem ersten WM-Triumph sichtlich unter dem Druck und den Erwartungen litten, wirkt Wilson förmlich beflügelt. Das gewachsene Selbstbewusstsein strahlt bei ihm aus jeder Pore: „Wenn Du den WM-Titel nicht nutzt, um selbstbewusster zu sein, was soll das dann?“
Das Endspiel zwischen Kyren Wilson und Barry Hawkins war genau das Finale, das die wie immer tollen Fans in Berlin verdient hatten. Zwei Sympathieträger, die offensichtlich viele Fans bei uns haben, liefern sich ein Duell über die volle Distanz. Besser hätte es nicht kommen können.
Für den emotionalen Höhepunkt hatte natürlich Wilson mit seinem Walk-on am Sonntagabend gesorgt. Über 2100 Fans, die den Einmarsch von Wilson mit rhythmischem Klatschen begleiten – das kann man nicht toppen. Ich hatte das Privileg, dabei in der Arena zu stehen. Das war Gänsehaut pur auch bei mir.
Das war aber nur der Höhepunkt einer Woche, in der die Fans in Berlin ein weiteres Mal bewiesen haben, dass sie einzigartig sind. Enthusiasmus und Fairness gehen da eine einzigartige Kombination ein. Da wird jeder Spieler unterstützt und gefeiert.
Fans machen Tempodrom einzigartig
Dabei ist es egal, ob es sich um einen Star handelt oder einen eher unbekannten Spieler. Das haben alle Spieler gelobt und auch viele Fans aus dem Ausland, mit denen ich ins Gespräch gekommen bin.
Klar ist das Set-up in Berlin mit den Außentischen um den zentralen Haupttisch herum fordernd für die Spieler. Mark Allen hat das ja auch wieder einmal lauthals beklagt. Aber gerade der Aufbau sorgt für den hohen Wiedererkennungswert. Und die Herausforderungen sind für alle Spieler gleich.
Ich werde noch lange von der Woche im Tempodrom zehren. Es war mir ein Privileg, erneut dabei sein zu dürfen.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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