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Ronnie O'Sullivan verrät: Alex Higgins und Steve Davis waren meine großen Idole
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Publiziert 14/05/2021 um 21:01 GMT+2 Uhr
Superstar Ronnie O'Sullivan hat die beiden Snooker-Idole seiner Kindheit verraten. "Alex Higgins war der Liebling der Nation und jeder drückte ihm die Daumen. Ich selbst war allerdings vor allem ein großer Fan von Steve Davis. Ich wollte natürlich ein Gewinner sein, ich wollte Turniere gewinnen, wie es Davis tat", sagte der sechsfache Weltmeister im Eurosport-Interview.
Ronnie O'Sullivan schwärmt von Alex Higgins und Steve Davis
Fotocredit: Getty Images
Vom Spielstil hat sich O'Sullivan aber vor allem von Higgins viel abgeschaut. Mit seinem schnellen, offensiven, teils unorthodoxen und unterhaltsamen Spiel begeisterte "The Hurricane" vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren die Zuschauer. Ähnlich wie es O'Sullivan seit den 1990er-Jahren erfolgreich tut.
"Higgins brachte etwas zum Snooker, was niemand anderes hatte. Er machte Snooker bekannt, machte die Spieler zu Rockstars. Er war dafür verantwortlich, dass Snooker in den 1980er-Jahren so beliebt wurde", meinte O'Sullivan.
Von dieser Entwicklung profitierten anschließend die Stars des Spiels. "Wenn es Higgins nicht gegeben hätte, wäre Snooker nicht durch Steve Davis oder Stephen Hendry populär geworden, die charakterlich im Vergleich sehr zurückhaltend waren", machte "The Rocket" klar.
O'Sullivan ergänzte: "Die Leute haben sich zu Higgins hingezogen gefühlt. Er war ein Showman und hatte etwas Besonderes an sich: einen Charme, eine Aura. Wenn er den Raum betrat, spürte man, dass da eine Präsenz im Raum war. Das Publikum hat sich davon anstecken lassen."
Ronnie O'Sullivan adelt Alex Higgins
Higgins wurde 1972 sowie 1982 Snooker-Weltmeister. Allerdings lebte der Nordire sein erfolgreiches Profileben sowie seinen Ruhm exzessiv aus. Neben zahlreichen Affären und Drogen trank und rauchte er nicht nur in der Freizeit, sondern auch während der Spiele. Higgins litt an Kehlkopfkrebs und verstarb 2010 im Alter von 61 Jahren an den Folgen der Krankheit.
"Higgins war in vielerlei Hinsicht ein Meister seines eigenen Untergangs. Aber genau deshalb hat man ihn geliebt, weil es keine Kompromisse gab. Er war anders, lebte das Leben nach Alex' Regeln. Ich bewunderte seine einzigartige Art", so O'Sullivan.
"Ich denke einfach, dass Alex das Beste war, was dem Snooker je passiert ist. Ich habe Zeit mit ihm in Blackpool verbracht, als ich erst 16 war. Ich habe damals mit ihm trainiert, und ich bin immer rausgelaufen, um ihm ein Guinness-Bier zu holen. Er sagte immer zu mir: 'Geh und hol mir ein Guinness'. Damals fand ich das toll. Das gab mir einen Kick. Jeder wollte ihm ein Guinness holen, aber er wählte mich", erzählte O'Sullivan.
Higgins war impulsiv, legte sich auch gerne mit Schiedsrichtern an. "Darin blühte er regelrecht auf. Er hatte einen Rausch davon. Am Tisch war er aber einfach unglaublich. Ich habe seine Technik ein wenig kopiert", sagte O'Sullivan.
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(SID)
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