Ronnie O’Sullivan tat sich am Donnerstag in Milton Keynes äußerst schwer. Der 45-Jährige kam mit seiner neuen Pommeranze nicht zurecht. Die sei zu hart, klagte er, damit habe er kein richtiges Gefühl für die Bälle.
Schon in der dritten Runde hätte das zu einer Niederlage führen können, hätte Tian Pengfei seine durchaus vorhandenen Chancen besser genutzt.
So aber setzte sich O’Sullivan 4:3 durch und schlug anschließend im Achtelfinale Robbie Williams 4:1. Genau wie im Match zuvor spielte es dem Weltmeister dabei in die Karten, dass Williams seine Gelegenheiten gleich reihenweise verschwendete.
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Ding Junhui, der nächste Gegner von O’Sullivan, schaffte nach einem 1:3-Rückstand gegen Jamie O’Neill noch ein Comeback und gewann 4:3. O’Neill hatte zuvor überraschend Shaun Murphy mit 4:2 ausgeschaltet.

Großes Pech für O'Sullivan - aber für Williams kommt's noch dicker

Trump zieht rechtzeitig das Tempo an

Judd Trump sucht weiterhin seine Top-Form. Jedoch war der Weltmeister von 2019 jeweils in der Lage, sich im entscheidenden Moment zu steigern. In der dritten Runde hatte Liang Wenbo stark gegen ihn begonnen, doch nach dem 2:2 zog Trump das Tempo an und gewann anschließend auch gegen Mark Williams 4:1.
Nach einem Stellungsfehler von Trump im zweiten Frame glich Williams mit einer 104 aus. Das war der Weckruf für Trump, der danach mit Breaks von 68 und 65 Punkten davonzog und auch den fünften Frame dominierte. Li Hang, sein nächster Gegner, machte ebenfalls aus einem 1:3 gegen Stuart Bingham noch ein 4:3.
Mark Selby kann weiter auf eine erfolgreiche Titelverteidigung hoffen. Bei seinem 4:1 im Achtelfinale über Lu Haotian begann er mit einer 99 und ließ weitere Breaks von 76 und 68 Punkten folgen.

Um Pink herum gespielt: O'Sullivan zaubert gegen Williams

"Warrior" Wilson macht seinem Namen alle Ehre

Lu hatte die Chance, auf 2:3 zu verkürzen, doch sein Break von 56 Punkten im fünften Frame reichte nicht aus. Selby trifft nun auf Ricky Walden, der nach der Überwindung seiner Rücken-Probleme wieder durchstartet. Im Achtelfinale hatte Walden Mark Allen mit 4:1 sicher im Griff.
Kyren Wilson unterstrich sowohl bei seinem 4:2 über Michael Holt als auch beim 4:3 über Barry Hawkins einmal mehr seinen Ruf als "Warrior". Gegen Hawkins glich er im zweiten Frame mit einer 134 aus und machte sich anschließend auf Maximum-Kurs.
Allerdings verstellte er sich auf die letzte Rote und verschoss so nach 113 Punkten den 15. schwarzen Ball. Sein nächster Gegner Jamie Jones erreichte das Viertelfinale durch ein 4:3 über Eden Sharav.
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