French Open - Jannik Sinner erklärt sein überraschendes Aus in Paris: "Bin einfach gegen eine Wand gelaufen"

Jannik Sinner verliert bei den French Open 2026 überraschend schon in Runde zwei den Kampf gegen die in Paris aktuell vorherrschende Hitze - nur so ist sein Einbruch nach 6:3, 6:2, 5:1-Führung gegen den Argentinier Juan Manuel Cherúndolo zu erklären. Der Südtiroler gibt sich auf der Pressekonferenz nach seinem sportlichen Kollaps niedergeschlagen, aber auch als fairer Verlierer.

So erklärt Sinner sein überraschendes Aus in Paris

Quelle: Eurosport

"Ich habe mich nicht sehr gut gefühlt auf dem Platz, das kann passieren", startete Sinner seine Erklärung mit einer großen Untertreibung, schließlich hatte der Südtiroler sich auf dem Center Court Philipp-Chatrier teilweise gar nicht mehr bewegen können.
Nach der 5:1-Führung im dritten Satz lief bei Sinner plötzlich gar nichts mehr zusammen. Sein Gegner Juan Manuel Cerúndolo, bis dato komplett unterlegen, machte 18 Punkte in Folge und schnappte sich den dritten Durchgang mit 7:5.
Während einer zehnminütigen Behandlungspause klagte Sinner über Übelkeit und Schwindel. Doch auch das Verlassen des mit 33 Grad Celsius aufgeheizten, aber nicht überheißen Tennisplatzes half nicht - der Italiener machte nur noch zwei Spiele, und verlor letztlich 6:3, 6:2, 5:7, 1:6, 1:6.
"Mir war plötzlich sehr schwindelig und ich habe mich energielos gefühlt", teilte er hinterher auf der Pressekonferenz mit. "Ich habe versucht, den Aufschlag irgendwie durchzubringen, aber ich hatte einfach nicht mehr viel Energie. Im vierten Satz habe ich dann losgelassen, und im fünften war gleich das erste Spiel sehr wichtig – da konnte ich meinen Aufschlag nicht halten. Danach ging es nur noch bergab."
picture

2. Runde: Sensation! Sinner geht in der Hitze komplett ein - Highlights

Quelle: Eurosport

Sinner hat plötzlich keine Energie mehr

Laut Sinner hatte sich das Drama aber bereits angedeutet. "Heute Morgen bin ich aufgewacht und habe mich schon nicht besonders gut gefühlt. Ich habe versucht, die Ballwechsel möglichst kurz zu halten. Gerade am Anfang habe ich sehr sauber und sehr gut gespielt, aber dann bin ich einfach gegen eine Wand gelaufen", schilderte der 24-Jährige sein Hitze-Drama.
Es habe sich für ihn angefühlt als sei sein Akku leergelaufen. "So etwa Mitte des dritten Satzes fing es an, obwohl ich eigentlich großartiges Tennis gespielt habe. Ich konnte einfach keine Energie mehr finden, das war eine richtig schwierige Situation. Aber gut, das gehört zu diesem Sport dazu."
picture

Hitze-Drama um Sinner! "Kann keinen klaren Gedanken mehr fassen"

Quelle: Eurosport

Sinner stellte aber auch klar, dass die Bedingungen für ihn nicht grenzwertig gewesen seien. "Es war warm, aber nicht extrem heiß. Es lag weder an der Hitze noch am Wetter – es lag heute einfach an mir", sagte der Weltranglistenerste.
Damit wird es erstmals seit den US Open 2023 (Novak Djokovic) wieder einen Grand-Slam-Sieger geben, der nicht Sinner oder Alcaraz heißt. Rekord-Grand-Slam-Sieger Djokovic (24 Titel) ist ohnehin der letzte im Feld verbliebene Spieler, der schon mal ein Major gewonnen hat.
picture

Hitze-Opfer Sinner verliert sensationell - Gegner jubelt gar nicht richtig

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung