Anthony Hamilton hatte sich zum ersten Mal seit zwölf Jahren für die Endrunde der Weltmeisterschaft qualifiziert. In der Qualifikation hatte er zunächst Sam Craigie und dann Scott Donaldson mit 10:5 geschlagen. Weil er aufgrund seiner Erkrankung zur Risikogruppe zähle habe er sich in den letzten Monaten weitgehend isoliert. Bei der Vorstellung, vor Publikum im Crucible Theatre zu spielen, sei ihm nicht wohl.

Es gibt keinen Nachrücker für Anthony Hamilton. Kyren Wilson bekommt damit ein Freilos ins Achtelfinale, wo er dann auf Stephen Maguire oder Martin Gould trifft. Während Judd Trump die späte Absage von Hamilton als "selbstsüchtig" kritisierte hat der sich bei Sam Craigie und Scott Donaldson entschuldigt, die er aus dem Rennen geworfen hatte. "Ich hatte die Absicht, im Crucible zu spielen," so wird Hamilton in einer Mitteilung der World Snooker Tour zitiert: "Erst nach der Qualifikation habe die das Risiko mit den neuesten Informationen und nach Diskussionen mit den Offiziellen von WST abwägen können."

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Weil Publikum bei der WM zugelassen ist hatte zuvor schon Ronnie O'Sullivan kritisiert, die Spieler würden wie "Laborratten" behandelt.

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