Ronnie O’Sullivan mit Kurzarbeit und Rekord, McGill gewinnt Thriller um Blau

Ronnie O’Sullivan ließ nichts mehr anbrennen: Nur 26 Minuten brauchte er, um seinen 10:1-Sieg in der ersten WM-Runde gegen Thepchaiya Un-Nooh zu komplettieren. Mit einer Dauer von 108 Minuten war das das kürzeste Match in der Crucible-Geschichte. Shaun Murphy hatte im Vorjahr für sein 10:0 über Luo Honghao 41 Minuten mehr gebraucht. Schon nach der ersten Session hatte O’Sullivan mit 8:1 geführt.

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Angesichts des klaren Rückstandes fand Thepchaiya Un-Nooh auch am zweiten Tag nicht ins Match. Im zehnten Frame hatte er eine Chance, verschoss aber nach 22 Punkten eine Rote auf die Ecktasche. Die Quittung war einer 93er-Clearance von Ronnie O’Sullivan. Mit Breaks von 41 und 48 Punkten machte der fünfmalige Weltmeister dann den überzeugenden Sieg perfekt.
In einem typischen Crucible-Drama setzte sich Anthony McGill mit 10:9 gegen Jack Lisowski durch und erreichte so als zweiter Qualifikant nach Kurt Maflin das Achtelfinale. Im 19. Frame hatten beide ihre Chancen, aber entschieden wurden Frame und Match in einem epischen Kampf um Blau.
McGill gewann das Duell, lochte Blau brillant und machte mit Pink Frame und Match sicher. Die erste Session der beiden war noch ziemlich zerfahren. McGill führte schon mit 5:2, doch Lisowski verkürzte noch auf 4:5. Am Abend legten beide deutlich zu und nun fielen die hohen Breaks reihenweise. McGill zog auf 9:6 davon, aber Lisowski kam wieder heran. Entschieden wurde das Duell dann aber in einem Kampf-Frame.

Murphy droht frühes WM-Aus

Yan Bingtao hatte nach der ersten Session gegen Elliot Slessor mit 7:1 geführt, musste aber lange zittern, ehe er sich mit 10:7 durchgesetzt hatte. Dabei baute Yan am zweiten Tag seine Führung sofort auf 8:1 aus. Zwar verkürzte Slessor dank einer 86 auf 2:8, aber nach dem 9:2 stand der Chinese kurz vor dem Sieg. Mit einer 123 leitete Slessor, der am ersten Tag mit dem Druck bei der WM nicht zurechtkam, jedoch sein Comeback ein. Auf 7:9 kam er gegen einen immer nervöser werdenden Yan heran. Im 17. Frame jedoch nutzte Yan endlich wieder seine Chancen und machte mit kleineren Breaks den Sieg perfekt.
Shaun Murphy droht ein frühes Aus bei der WM. Gegen Noppon Saengkham liegt der Ex-Weltmeister mit 3:6 hinten. Murphy war gut gestartet und stand kurz vor dem 2:0, ehe er nach einer 67 eine leichte Rote verschoss. Saengkham konterte mit einer 64 zum 1:1. Danach kam es zu einem Bruch in Murphys Spiel, so dass der Thailänder mit 4:1 in Führung ging. Mit Breaks von 75 und 101 Punkten zum 3:4 schien Murphy seine Linie wiedergefunden zu haben, aber die Probleme blieben. So gewann Saengkham den achten Frame auf Pink und nutzte auch im neunten Frame Murphys Fehler aus.
Sehr schwer tat sich auch Mark Selby. Gegen den WM-Neuling Jordan Brown spielte er zwar eine 119, aber abgesehen davon leistete er sich viele Fehler sowohl beim Lochspiel als auch bei den Safeties. Mit der knappen 5:4-Führung über Nacht ist der dreimalige Weltmeister noch gut bedient.
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