O'Sullivan fühlt sich bei den langen Distanzen, die im Crucible gespielt werden, nicht unbedingt wohl. "Es ist kein Geheimnis, dass es nicht mein Lieblingsturnier ist. Ich freue mich aber dennoch auf Sheffield und werde mein Bestes geben", blickte der sechsmalige Weltmeister auf die Endrunde voraus.
In seinem Eröffnungsspiel trifft "The Rocket", der als Titelverteidiger an Position eins gesetzt ins Turnier geht, auf einen noch zu ermittelnden Qualifikanten. Anschließend könnte es in der zweiten Runde ein Duell mit Anthony McGill, der im vergangenen Jahr das Halbfinale erreichte, geben. Doch O'Sullivan blickt noch gar nicht so weit voraus, sondern will einfach nur Spaß beim Spielen haben.
"Der Unterschied zwischen mit und anderen Spielern ist, dass die meisten zum Veranstaltungsort gehen und einfach nur spielen wollen. Ich aber gehe zum Turnier und schaue, dass ich meine Laufschuhe dabei habe und weiß, wo die guten Restaurants in der Umgebung sind. Und zwischendurch spiele ich Snooker", erklärte O'Sullivan.
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Der Titelverteidiger ergänzte: "Mir geht es gut, weil ich all diese Dinge vorbereitet habe. Daher wird Snooker etwas sein, dass ich einfach tue, wenn ich vor Ort bin. Und wenn ich gut spiele, dann ist das umso besser. Ich werde versuchen, so weit wie möglich im Turnier zu kommen, aber wenn nicht gut spiele, dann weiß ich auch, dass das nicht so schlimm ist."

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O'Sullivan in dieser Saison noch ohne Titel

Daher wird sich der 45-Jährige auch nicht mit einem besonderen Trainingsplan auf seine Titelverteidigung vorbereiten. "Man wird mich nie vor einem Match auf den Trainingstischen sehen, weil ich nicht wissen will, wie ich zehn Minuten bevor ich rausgehe, spiele. Ich möchte es lieber herausfinden, wenn ich dort bin. Mit dieser Einstellung fällt mir alles viel leichte", so O'Sullivan.
Der sechsmalige Weltmeister hat nach eigenem Ermessen eine "tolle Saison" gespielt. O'Sullivan erreichte bei den Northern Ireland Open, Scottish Open, Welsh Open, der Players Championship sowie der Tour Championship gleich fünf Endspiele, verlor jedoch alle. Durch die vielen Spiele fühle sich der Engländer etwas müde.
"Ich freue mich auf eine kleine Pause am Ende des Turniers. Ich habe für meine Verhältnisse ziemlich viel gespielt. Damit habe ich meine Mission erfüllt zu versuchen, eine volle Saison zu spielen. Ohne COVID-19 wäre das wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Die Pandemie hat mir erlaubt zu spielen, ohne zu viel zu reisen.", sagte O'Sullivan.
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