Snooker WM - Ronnie O'Sullivan spricht nach Finale über seinen Vater: "Er war alleine in einer Zelle"

Ronnie O'Sullivan gewann am Montagabend im Crucible Theatre seinen historischen siebten WM-Titel. Durch das 18:13 gegen Judd Trump im Endspiel zog er mit Stephen Hendry gleich. Doch nicht nur deswegen war der Triumph für "The Rocket" besonders emotional. O'Sullivan feierte ihn gemeinsam mit seiner Familie um Vater Ronnie Sr., der bei seinem ersten Titel vor 21 Jahren im Gefängnis gesessen hatte.

Von 2001 bis 2022: O'Sullivans unglaubliche Reise zum siebten WM-Titel

Quelle: Eurosport

Die emotionalen Bilder am Montagabend im Crucible Theatre wollten nicht abreißen. Nach einer langen und innigen Umarmung mit Judd Trump genoss Ronnie O'Sullivan seinen historischen siebten WM-Titel in Sheffield gemeinsam mit seiner Familie. Neben seinen Kindern Lily und Ronnie Jr. feierte auch Vater Ronnie Sr. im Scheinwerferlicht.
Anders als bei O'Sullivans erstem Titel im Crucible: Vor 21 Jahren, als sich O'Sullivan 2001 erstmals zum Weltmeister krönte, saß sein Vater im Gefängnis. 1992 war er wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden, kam aber 2010 nach 18 Jahren in einem Gefängnis im englischen Derby frei.
"Mein Vater erzählte mir die Geschichte, wie es war, als ich meinen ersten WM-Titel gewonnen habe und er alleine in einer Zelle saß", sagte O'Sullivan im Eurosport-Studio.
Der Weltranglistenerste blickte emotional zurück auf seinen ersten Triumph in Sheffield. "Die Geschichte damals war ganz anders als die Geschichte heute. Aber trotzdem: Dass er hier war, um es zu sehen, dass meine Kinder hier waren, um es zu sehen. Der kleine Ronnie war damals sehr jung. Jetzt ist er älter. Er war einfach wunderschön, alle hier zu haben", sagte O'Sullivan nach dem WM-Finale.
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O'Sullivan schwärmt nach WM-Sieg: "Mein großartigstes Ergebnis"

Quelle: Eurosport

O'Sullivan scherzt über Leistungseinbruch

"Sie haben es wirklich genossen. Mein Vater hatte eine schöne Zeit hier, die Kinder hatten eine wunderschöne Zeit", freute sich "The Rocket", der mit 46 Jahren zudem als ältester Weltmeister im Crucible Theatre in die Snooker-Geschichte einging. Weil er nicht erwartet hatte, noch ein weiteres WM-Finale zu erreichen, sagte er zu seiner Familie: "Ihr könnt auch kommen und es miterleben."
Mit der Unterstützung seiner Familie startete O'Sullivan stark und zog am Sonntag auf 12:5 davon. Am Montag erwischte der 46-Jährige aber eine schwache Phase und verlor mit 2:6 zum ersten und einzigen Mal bei dieser Weltmeisterschaft eine Session. Trump verkürzte auf 11:14 und ließ noch einmal Spannung aufkeimen.
"Heute Nachmittag müssen sie gedacht haben: 'Wofür sind wir hergekommen? Papa fällt auseinander", scherzte der Weltmeister und fügte lachend an: "Ich bin in der Tat auseinandergefallen." Doch die Snooker-Legende fing sich in der vierten Session am Abend, gewann 18:13 und feierte seinen historischen siebten Titel im Kreise seiner Famile.
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Emotionaler Moment: O'Sullivan umarmt Trump lange

Quelle: Eurosport

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