Snooker-WM: Yan Bingtao sorgt im Achtelfinale von Sheffield gegen Mark Selby für Wirbel - "Das macht man nicht"

Das Achtelfinale der Snooker-WM zwischen Mark Selby und Yan Bingtao (10:13) sorgt auch im Nachgang für Aufregung. Eine Szene im 18. Frame sorgte für Debatten, als Selby seinem Gegenüber eine knifflige Aufgabe stellte. Yan schien zunächst keinen Chance auf Braun zu haben und nahm sich daher die Zeit für eine genaue Analyse. Dann stellte er dem Schiedsrichter eine Frage, die für Wirbel sorgte.

Yan Bingtao

Fotocredit: Getty Images

Yan erkundigte sich nämlich, ob es möglich sei, die weiße Kugel vor dem Stoß zu reinigen. Schiedsrichter Rob Spencer wies die Anfrage ohne zu zögern zurück. Immerhin hätte eine solcher Eingriff die Situation durchaus zugunsten des Chinesen verändern können. Spencer hätte nämlich nicht absolut sicher gewährleisten können, die Kugel nach dem Säubern an exakt selben Position zu platzieren.
Die Tatsache, dass Yan in einer derart heiklen und entscheidenden Situation des Achtelfinals um das Säubern der Kugel bat, sorgte für Aufregung.
Eurosport-Experte und Snooker-Legende Jimmy White sah ein Gentleman's Agreement unter den Spielern gebrochen. "Es ist eine ungeschriebene Regel unter den Spielern. Es war Fair Play von Rob Spencer, als er zu seiner Entscheidung stand. Er hätte sie auch nur ein bisschen neben der eigentlichen Position zurücklegen können und Yan hätte freie Bahn gehabt", führte er aus.
"Das macht man nicht. Vielleicht war Bingtao unter Druck und er versuchte alles, um zu gewinnen. Aber das macht man nicht im Snooker."
Alan McManus fügte bei Eurosport an: "Mir gefällt das nicht, Mark Selby und den meisten Spielern auf der Tour wird das ebenso nicht gefallen." Yan entschied das Aufeinandertreffen nach 23 Frames mit 10:13 für sich und zog ins Viertelfinale ein.
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Mit einem Century: Yan schmeißt Titelverteidiger Selby raus

Quelle: Eurosport

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