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Snooker-WM 2023 - Sensation in Sheffield: Si Jiahui schlägt Mitfavoriten Shaun Murphy in Thriller
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Publiziert 21/04/2023 um 00:34 GMT+2 Uhr
Si Jiahui sorgte für die bisher größte Sensation bei der Snooker-WM in Sheffield: Der 20-Jährige schlug den Mitfavoriten Shaun Murphy mit 10:9 und steht damit im Achtelfinale. Dabei hatte Murphy zuletzt überragende Form gezeigt und enttäuschte auch gegen Si nicht. In einem mitreißenden Match bewies die Nummer 80 der Welt nicht nur Klasse, sondern auch Nervenstärke, und setzte sich verdient durch.
Si Jiahui celebrates victory at the World Snooker Championship, The Crucible Theatre, Sheffield, April 21, 2023
Fotocredit: Eurosport
Schon nach der ersten Session hatte Si Jiahui mit 5:4 geführt. Am Donnerstagabend dann lieferten sich die beiden einen packenden offenen Schlagabtausch. Beide lochten sensationelle Bälle, beide spielten überragende Safeties und beide fanden auch in schwierigsten Situationen Lösungen.
Si begann die Session mit Breaks von 120 und 93 Punkten zum 7:4, aber Murphy schlug mit 102 und 66 zurück. Und so ging es weiter. Si holte sich die nächsten beiden Frames und war mit 9:6 dem Sieg ganz nahe.
Doch das letzte Kapitel war noch nicht geschrieben. Murphy erkämpfte sich die nächsten beiden Frames und erzwang dann mit einer 120, seinem dritten Century im Match, den Decider.
Si Jiahui hatte im entscheidenden Frame die erste Chance, doch nach 56 Punkten misslang ihm der Split. Shaun Murphy aber nutzte den offenen Tisch nicht. Nach 28 Punkten musste er nach Stellungsproblemen safe spielen. Am Ende kam es zu einem Duell um die letzte Rote.
Selby zittert sich zum Sieg
Si gelang ein zwingender Snooker. Der brachte ihm nicht nur zwölf Foulpunkte, sondern auch die entscheidende Chance. Er räumte den Tisch bis Pink ab und steht bei seiner ersten WM-Teilnahme unter den letzten 16.
Dort steht auch Mark Selby. Der viermalige Weltmeister musste allerdings bei seinem 10:8 über Matthew Selt zittern. Selby führte schon mit 9:6, doch Selt kam wieder auf 8:9 heran.
Mit einer ungeheuren Energieleistung schaffte Selby, der nicht so frei aufspielte wie am Tag zuvor, eine 112 zum Sieg. Dabei waren Pink und Schwarz fast die ganze Zeit blockiert und er musste weitestgehend mit den kleinen Farben arbeiten.
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"Stoß der WM": Selt staunt über Selbys Geniestreich
Quelle: Eurosport
Perry erlebte "furchtbare Session"
Robert Milkins hatte gegen Joe Perry zwischenzeitlich mit 1:7 zurückgelegen, setzte sich aber doch mit 10:9 gegen den „Gentleman“ durch. Eine neue Pomeranze, die Milkins am freien Tag aufgebracht hatte, bewirkte das Wunder. In der ersten Session gelang ihm kaum etwas, aber am Donnerstag spielte er deutlich stärker. Joe Perry dagegen erlebte eine "furchtbare Session", wie er es selber im Eurosport-Interview formulierte.
Am Donnerstag begannen auch schon die ersten beiden Achtelfinals, die jeweils über drei Sessions gespielt werden. Mark Williams und Luca Brecel trennten sich dabei 4:4. Erst war der Waliser mit 3:1 in Führung gegangen, doch dann holte Brecel drei Frames in Folge. Im achten Durchgang schaffte Williams aber noch den Ausgleich.
Mark Allen führt nach der ersten Session gegen Stuart Bingham mit 5:3. Beide lieferten sich einen offenen Schlagabtausch mit vielen hohen Breaks. Bingham sorgte dabei mit einer 134 zwar für das einzige Century, aber Allen spielte sechs Breaks von mehr als 60 Punkten.
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