Snooker-WM 2025: Ronnie O'Sullivan tauschte vor und im Halbfinale gegen Zhao Xintong Pomeranze und Ferrule aus - Experten reagieren mit Unverständnis

Ronnie O'Sullivan sorgte bei seiner 7:17-Niederlage im WM-Halbfinale gegen Zhao Xintong mit kurzfristigem Materialwechsel für großes Aufsehen - und Unverständnis. Der siebenfache Weltmeister war ohne Spielpraxis und mit neuem Queue nach Sheffield gekommen. Vor der Partie um den Finaleinzug wechselte O'Sullivan die Pomeranze, im Match zudem noch die Ferrule. Ein Fehler, wie sich zeigen sollte.

Highlights: Amateur Zhao demontiert Legende O'Sullivan

Quelle: Eurosport

Reanne Evans staunte. Ronnie O'Sullivan veranstalte "ein Ratespiel", so die zwölffache Weltmeisterin bei Eurosport-Partner "TNT Sports". "Er ist von der Titan- zurück zur Messing-Ferrule gewechselt", erklärte die 39-Jährige.
Dies war umso verwunderlicher, als dass der Superstar die Änderung mitten im Match, vor der zweiten Session, vornahm. Bereits vor Beginn des Halbfinals hatte der Engländer die Pomeranze ausgetauscht.
"Mit einer neuen Pomeranze muss man sich Zeit für bestimmte Stöße geben, ganz zu schweigen von einer neuen Ferrule", hob Evans die Herausforderungen der beiden Materialwechsel hervor.
Als Pomeranze wird im Snooker die lederne Spitze des Queues bezeichnet. Die Ferrule wiederum ist die Hülse, die als Befestigungspunkt für die Pomeranze dient und das Holz vor dem Aufspalten beim Stoß schützt. Beide Komponenten wirken sich auf das Spielgefühl aus.

"Zhao hat im Grunde den Boden mit Ronnie aufgewischt"

Hatte O'Sullivan mit der neuen Pomeranze in der ersten Session noch eine brauchbare Leistung gezeigt gegen Zhao Xintong ein 4:4 erzielt, brach er nach dem Wechsel der Ferrule vor der zweiten Session komplett ein.
Der Favorit verlor alle acht Frames und ging mit einem 4:12-Rückstand in die dritte Session, in der das Aus schließlich besiegelt wurde.
O'Sullivan habe schlicht die nötige Zeit gefehlt, sich auf das neue Equipment "einzustellen", sagte Evans. "Zhao hat ihn unter Druck gesetzt, und er hatte keine Zeit, das zu verarbeiten. Zhao hat im Grunde den Boden mit Ronnie aufgewischt", wählte Evans deutliche Worte.

McManus: Materialwechsel bei O'Sullivan ein Fehler

Und Alan McManus, Masters-Champion von 1994, stellte der Snooker-Ikone bei "TNT Sports" kein gutes Zeugnis aus. Im Nachhinein sei es ein schwerer Fehler gewesen, Pomeranze und Ferrule auszutauschen.
"Selbst Menschen, die sich nicht mit Snooker auskennen, konnten bei O'Sullivan Dinge sehen, die man von ihm normalerweise nicht sieht", spielte der Schotte auf die vielen einfachen Fehler im Halbfinale an.
O'Sullivan sei mit seiner Strategie "zwischen dem Teufel und dem tiefen blauen Meer" gelandet. "Das ist kein schöner Ort - und Ronnie sah, um ehrlich zu sein, wie ein Neuling aus."
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Mit Wucht und Präzision: O'Sullivan pottet Pink stark

Quelle: Eurosport


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