Snooker-WM 2026: Ronnie O'Sullivan löst mit Nutzung alter Kreide heiße Debatte aus - Neil Robertson fordert Verbot

Ronnie O'Sullivan fluchte, litt, schlug mit der Hand auf den Tisch und stampfte mit dem Queue auf den Boden. Es half nichts. Geschlagen und ohne WM-Rekord verließ die Snooker-Ikone nach einem dramatischen Achtelfinale das Crucible Theatre in Sheffield. Seinen Fans hatte der Engländer auch mit 50 Jahren eine große Show geboten - und eine Diskussion über falsche und richtige Kreide hinterlassen.

O'Sullivan nach Aus: "Hatte für heute früh einen Flug gebucht"

Quelle: Eurosport

"Eines der besten Achtelfinals, das ich je gesehen habe", sagte Ex-Weltmeister Ken Doherty zu O'Sullivans 12:13-Niederlage gegen den viermaligen Weltmeister John Higgins.
Er habe "göttlichen Snooker" gesehen, befand Doherty. Auch der siebenmalige Champion Stephen Hendry schwärmte: "Besser kann man nicht Snooker spielen. Nach diesem Spiel muss die WM noch einiges bieten, um da mitzuhalten."
O'Sullivan, der in den letzten Jahren mitunter die Lust auf Snooker verloren hatte, führte mit 6:2 und 9:4, lag plötzlich 9:10 zurück, glich zum 12:12 aus und verlor dann das alles entscheidende Frame.
"So große Spiele habe ich seit zwei Jahren nicht mehr gehabt. Das war ein anderes Level. Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass ich es so spannend machen konnte", sagte der als "The Rocket" bekannte Star, der mit seinem achten WM-Titel zum alleinigen Rekordhalter hätte aufsteigen können.

Ganz ohne Kontroverse ging O'Sullivan aber auch diesmal nicht. Auslöser war die veraltete Kreide, die er als einziger Top-Spieler noch verwendet. Diese hinterlasse Spuren am Spielball, den Banden und auf dem Tisch und verursache unsaubere Kontakte, monieren Kritiker.

O'Sullivan nutzt alte Kreide - Robertson fordert Verbot

"Ich weiß, dass Ronnie mit dem Maler Damien Hirst befreundet ist", sagte der frühere Weltmeister Neil Robertson: "Aber in diesem Fall ist er es, der auf dem Tuch ein Kunstwerk hinterlässt."
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O'Sullivan profitiert von Fluke - Superstar im Glück gegen Higgins

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Robertson forderte daher ein Verbot der Kreide. "Alle Spieler hassen sie", so Robertson. Auch Higgins bekam die Probleme im alles entscheidenden Frame gegen O'Sullivan zu spüren.
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Nach einem unsauberen Kontakt entfuhr dem Schotten angesichts der folgenden schlechten Stellung ein "Oh mein Gott". Auswirkungen auf das Ergebnis hatte der Vorfall aber nicht.

O'Sullivan patzt - Vafaei wirft die Nummer eins raus

Immerhin: Derart aus der Mode wie seine Kreide ist O'Sullivan noch längst nicht, das hat die WM bewiesen. Auf lange Sicht gehört die Zukunft aber jüngeren Spielern wie dem 31 Jahre alten Hossein Vafaei.
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Wie ein Strahl: Vafaeis zimmert rote Kugel in die Tasche

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Der Iraner besiegte den Weltranglistenersten Judd Trump aus England ebenfalls dramatisch mit 13:12, damit erwischte es den nächsten Favoriten.
Weil auch der viermalige Weltmeister Mark Selby ausgeschieden ist, wäre die Chance auf den WM-Rekord für O'Sullivan durchaus da gewesen. Doch auch das Fluchen und Stampfen half nichts.
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(SID)
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Trump nach Aus gegen Vafaei: "Hatte Chancen im letzten Frame"

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