Snooker-WM: Wu Yize krönt sich gegen Shaun Murphy nach Decider-Drama zum Weltmeister - Chinese zweitjüngster Champion
Update 05/05/2026 um 08:52 GMT+2 Uhr
Wu Yize hat sich erstmals zum Snooker-Weltmeister gekrönt. In einem hochdramatischen Finale setzte sich der Chinese gegen Shaun Murphy erst im Decider mit 18:17 durch. Wu ist damit der zweite Asiate nach seinem Landsmann Zhao Xintong 2025, der den WM-Titel gewinnt. Außerdem ist er mit 22 Jahren der zweitjüngste Sieger im Crucible Theatre - nur Snooker-Legende Stephen Hendry (21 Jahre) war jünger.
"A star is born": Wu feiert Weltmeistertitel
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Der chinesische Shootingstar Wu Yize hat sich in einem hochspannenden Endspiel zum zweitjüngsten Snooker-Weltmeister der Geschichte gekrönt.
Der erst 22 Jahre alte Shootingstar behielt im Crucible Theatre von Sheffield in einer Finalpartie voller Wendungen mit 18:17 die Oberhand gegen den Engländer Shaun Murphy, WM-Sieger von 2005 - und setzte als zweiter Sieger in Folge aus China die neue Zeitrechnung im Snooker weiter fort.
Erst der 35. und damit letzte Frame brachte die Entscheidung - zum ersten Mal seit 2002 wurde der Weltmeister auf dramatischste Weise im Decider gekürt. Damit tritt Wu in die Fußstapfen von Zhao Xintong.
Als erster Asiate der Geschichte hatte sich der 29 Jahre alte Chinese im Vorjahr gegen den Waliser Mark Williams durchgesetzt und so ein neues Zeitalter eingeläutet - die Dominanz der Insel und ihrer Altmeister scheint endgültig durchbrochen.
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"Das ist nicht normal": Wu zaubert gegen Murphy
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Wu würdigt seine Eltern: "Sie sind die wahren Helden"
"Ich denke, es war der Glaube daran", erklärte Wu sein Erfolgsrezept und gab zu, dass er nach dem denkwürdigen Duell unbedingt Schlaf nachholen wolle.
"Ich versuche schon seit Ewigkeiten, das zu erreichen. In den letzten Monaten habe ich immer nach demselben Rhythmus gelebt. Ich bin so froh, dass ich heute mein Spiel abrufen konnte", sagte der 22-Jährige, der im Siegerinterview seine Mutter zu Tränen rührte.
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Wu demütig nach WM-Sieg: "Meine Eltern sind die wahren Helden"
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"Meine Eltern sind die wahren Helden. Seit ich mich entschieden habe, die Schule abzubrechen, steht mir mein Vater zur Seite", gestand der neue Weltranglistenvierte vor dem vollbesetzten Publikum im Crucible Theatre.
"Auch meine Mutter hat in den letzten Jahren viel durchgemacht. Sie sind meine Kraftquelle - ich liebe sie so sehr", sagte er in Richtung seiner Eltern.
Wu hat gegen Murphy auf alles die passende Antwort
Viel durchmachen musste Wu auch im Finale selbst. Immer wieder antwortete der Chinese jedoch in beeindruckender Manier: Verlor der Shootingstar einmal die Nerven am Tisch, fand er sie im Anschluss schnell wieder. Zunächst verspielte er eine 3:0-Führung, beendete Tag eins dann aber wieder in Front.
Im weiteren Finalverlauf gab er fünf Frames in Folge ab, holte sich anschließend jedoch die nächsten vier. Auch in der abschließenden Abendsession schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts.
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Drama in Frame 34! Wu-Fauxpas sorgt für Decider
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In Frame 34 beim Stand von 17:16 aus Sicht des Chinesen wurde es dramatisch: Wu hatte bereits eine Hand am WM-Pokal, ließ dann jedoch die Schwarze unerwartet liegen. Murphy nutzte die Chance und rettete sich in den Decider.
In diesem präsentierte sich Wu wiederum eiskalt. Zunächst waren beide Spieler auf Sicherheit bedacht, ehe Wu seine Chance erkannte und eine Rote nervenstark in die Mitteltasche versenkte - letztlich die entscheidende Szene auf dem Weg zum WM-Sieg.
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Eiskalt im Decider: Wu erstmals Weltmeister
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Murphy prophezeite WM-Sieg von Wu
Dieser kam für seinen Gegner nicht wirklich überraschend. "Ich hasse es, recht zu haben", sagte Murphy nach dem Endspiel. "Irgendwann in der Saison hatten wir ein tolles Spiel in China - irgendwie habe ich es geschafft, das zu gewinnen - und ich habe danach gesagt, dass er irgendwann Weltmeister werden wird. Schade, dass es schon heute war", scherzte der Engländer.
"Ich hätte nicht mehr geben können, ich hätte es nicht noch mehr versuchen können. Leider habe ich meine Chance nicht nutzen können", sagte Murphy über das verlorene Finale, dem er jedoch nicht nachtrauert.
"Es waren exzellente Wochen für mich und mein Team. Es war eine wundervolle Zeit hier in Sheffield. Wir hatten eine unglaubliche Zeit mit tollen Leistungen, vielen Lachern, und wir waren so nah dran. Sehr, sehr nah", erklärte der 43-Jährige, der sich für seinen Kontrahenten freute.
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Murphy scherzt nach Finale: "Ich hasse es richtig zu liegen ..."
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Wu schnappt Murphy Titel als zweitjüngster Weltmeister weg
"Ich würde gerne der erste sein, der Wu Yize gratuliert. Herzlichen Glückwunsch an Wu, seine Familie und jeden um ihn herum, dafür ein wundervoller Weltmeister zu sein", richtete "The Magican" nette Worte an den jungen Chinesen.
Wie es ist, eine Weltmeisterschaft mit 22 Jahren zu gewinnen, weiß auch Murphy: Ausgerechnet den Engländer löste Wu nun als zweitjüngster Titelträger der Geschichte ab.
Bei seinem WM-Triumph 2005 war Murphy 22 Jahre und 265 Tage alt - eine Marke, die Wu um 63 Tage unterbot. Jünger war 1990 nur der Schotte Stephen Hendry mit 21 Jahren und 106 Tagen.
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Jubel im Crucible: Murphy gleicht im Finale nach Wu-Patzer aus
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(mit SID)
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Mit Clearance zur Final-Führung: Wu nutzt bitteren Murphy-Fehler
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