Masters in London: David Gilbert und Stuart Bingham gelingt Halbfinal-Einzug

Masters-Debütant David Gilbert zeigte erneut eine starke Leistung und steht im Londoner Ally Pally nach seinem 6:2 über Stephen Maguire im Halbfinale. Dort trifft er am Samstagabend auf Stuart Bingham. Der Ex-Weltmeister zeigte ein bemerkenswertes Comeback bei seinem 6:4 über Kyren Wilson und gewann erneut fünf Frames in Folge. Drama pur war das Motto dieses Matches.

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David Gilbert knüpfte auch im Viertelfinale nahtlos an die Leistung an, die er in der ersten Runde bei seinem 6:1 gegen Mark Allen gezeigt hatte: Mit einer langen Roten stieg er ein und schoss ein Break von 144 Punkten zum 1:0, das neue höchste Break bei diesem Masters. Eine 55 war dann die Grundlage zum 2:0, ehe er dank einer 91 seine Führung auf 3:0 ausbaute. Während des vierten Frames kam es dann aber zu einem medizinischen Notfall auf der Tribüne; das kostete Gilbert vorübergehend die Konzentration. Stephen Maguire holte mit einem Top-Break von 57 Punkten seinen ersten Frame.
Vorentscheidend waren die beiden ersten Frames nach dem Interval. In beiden Frames führte Stephen Maguire klar, aber mit nervenstarken Clearances fing David Gilbert ihn noch auf Schwarz und auf Pink ab. Maguire, der schon gegen Neil Robertson ein 1:5 noch gedreht hatte, war jedoch noch nicht geschlagen. Im Gegenteil: Mit einer 94 verkürzte er auf 2:5. Doch dieses Mal gelang dem Schotten kein Comeback mehr. Als er im achten Frame nach einer 46 eine Rote in der Nähe der Bande verschoss, ergriff Gilbert die Chance mit beiden Händen. Mit einer 77 holte er sich Frame und Match.

Bingham vergibt mehrmals klare Führungen

Kyren Wilson startete brillant gegen Stuart Bingham: Mit einer 139 holte der „Warrior“ den ersten Frame. Danach entwickelte sich jedoch eine von Matchplay und Kampf gekennzeichnete Partie. Bei beiden ging jedoch auch einiges schief; vor allem Bingham hatte reichlich Gründe, frustriert zu sein. Gleich drei Mal vergab er eine klare Führung, so dass Wilson auf 4:1 davonzog. Der Wendepunkt folgte im sechsten Frame. Wilson war nur einen Ball davon entfernt, seine Führung auszubauen. Doch er verschoss Schwarz lang in die gelbe Tasche. Bingham lochte Schwarz als Double zum 2:4 und war danach nicht mehr wiederzuerkennen.
In den nächsten beiden Frames ließ Stuart Bingham seinen Gegner kaum an den Tisch. Mit Breaks von 82 und 75 Punkten glich er aus. Kyren Wilson hatte in diesen Durchgängen keinen Punkt geholt. Auch den neunten Frame dominierte Bingham mit kleineren Breaks und ging so erstmals in Führung. Im neunten Durchgang war Bingham mit 56:0 in Führung gegangen, doch Wilson kämpfte sich zurück. Die Entscheidung fiel auf die Farben: Wilson verschoss Pink, und mit Pink und Schwarz machte Bingham den Sieg perfekt.
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