Bingham gelangen gegen Murphy mit einer 133 (seinem höchsten Masters-Break überhaupt) und einer 91 auch zwei hohe Breaks. Entscheidend aber war, dass der Titelverteidiger die umkämpften Frames gewann.
Den zerfahrenen ersten Frame allerdings hatte Murphy geholt. Bingham konterte mit der 133, aber Murphy holte sich die Führung zurück. Ein wichtiger Wendepunkt war der vierte Frame: Murphy hatte da schon mit 58:0 geführt, aber Bingham kämpfte sich zurück und holte mit einer brillanten Clearance den Ausgleich auf Schwarz; Pink hatte er dabei als Back-Double gelocht.
Von diesem Rückschlag erholte sich Murphy nicht mehr. Zwar hatte er im fünften Frame die erste Chance, verstellte sich aber schnell und verschoss Gelb. Mit einer 91 ging Bingham erstmals in Führung und gewann dann auch den nächsten Frame zu Null. Lediglich im siebten Frame ließ der Magician sein Können aufblitzen, als er mit Breaks von 70 und 51 Punkten auf 3:4 verkürzte.
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Der achte Frame war wieder sehr zerfahren. Keinem der beiden gelang ein Break von 20 Punkten oder mehr. Nach 47 Minuten aber baute Bingham auf die Farben seine Führung auf 5:3 aus. Da war die Vorentscheidung gefallen. Bei Murphy, der sowohl beim Loch- als auch beim Safe-Spiel Schwächen zeigte, ging nun nichts mehr. Im neunten Frame brauchte Bingham vier Chancen, aber er gewann den Frame zu Null.

Masters: Gilbert beißt sich gegen Wilson im Decider durch

Wilson spielte die höheren Breaks, darunter auch zwei Centuries, und hatte auch in allen Statistik-Kategorien die Nase vorne. Trotzdem biss sich Gilbert am Ende mit 6:5 durch. Entscheidend war, dass Gilbert die knappen Frames für sich entschied. Typisch war der dritte Durchgang: Wilson hatte zwei Chancen und führte klar, ehe er Gelb verschoss. Gilbert erzwang eine Re-spotted Black und holte mit der zusätzlichen Schwarzen das 2:1.
Im siebten Frame übernahm Gilbert auf Schwarz zum zweiten Mal die Führung im Match. Doch als Wilson dann mit Breaks von 107 und 80 Punkten auf 5:4 stellte hielt er alle Trümpfe in der Hand.
Gilbert jedoch gab sich nicht geschlagen. Dank einer 67 glich er erneut aus und legte im elften Frame eine 66 vor, bevor er sich verstellte. Wilson bekam noch eine Chance, verschoss aber schon nach der ersten Roten Pink auf die Mitte. Damit war seine Niederlage besiegelt.
Nach dem Ausscheiden von Kyren Wilson und Shaun Murphy sind aus den Top Sieben der Weltrangliste jetzt nur noch Ronnie O’Sullivan und John Higgins beim Masters dabei. Beide treffen am Freitagabend im letzten Viertelfinale aufeinander.
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