Masters in London: 100 Minuten reichen Rekord-Champion O‘Sullivan gegen Luca Brecel

Der Rekord-Champion steht im Viertelfinale des Masters. Nur gut 100 Minuten brauchte Ronnie O’Sullivan, um Luca Brecel im Alexandra Palace von London mit 6:1 klar zu schlagen. Vor dem Interval vergab Brecel zu viele Chancen, und am Ende war O’Sullivan nicht zu stoppen. Am Abend setzte sich Jack Lisowski vor allem dank seines starken Safe-Spiels mit 6:3 gegen John Higgins durch.

Ronnie O'Sullivan of England plays a shot during their first round match against Luca Brecel of Belgium at Alexandra Palace on January 09, 2023 in London, England. (Photo by Alex Pantling/Getty Images)

Fotocredit: Getty Images

Mit einem Snooker hinter Braun holte sich Ronnie O’Sullivan seine erste echte Chance. Luca Brecel traf Rot zu dick und O’Sullivan holte mit einer 97 das 1:0.
Die nächsten beiden Frames hätte Brecel gewinnen können, doch im zweiten Durchgang verstellte er sich auf Blau und im nächsten fiel ihm der Spielball bei Blau. Hoffnung schöpfte Brecel allerdings, als er mit einer 100 das 1:3 holte.
Doch nach dem Interval drehte der siebenmalige Masters-Gewinner O’Sullivan auf. Nach dem Anstoß von Brecel spielte er eine Total Clearance von 134 Punkten und ließ mit einer 104 ein weiteres Century folgen.
Der Widerstand von Brecel war gebrochen. Eine 53 reichte O’Sullivan im siebten Frame. Im Viertelfinale trifft er auf Mark Williams oder David Gilbert.

Lisowski bezwingt Higgins

Nach drei vergeblichen Anläufen gewann Jack Lisowski beim vierten Versuch sein erstes Match beim Masters. Das 6:3 über John Higgins verdankte er vor allem seinen starken Safeties. Higgins dagegen kassierte bei seiner 29. Teilnahme schon seine 14. Erstrunden-Niederlage beim Masters und teilt sich diesen unwillkommenen Rekord nun mit Dennis Taylor.
Jack Lisowski und John Higgins begannen beide nervös, aber Lisowski spielte ein bisschen konstanter und holte so den ersten Frame, bevor er dank einer 68 auf 2:0 erhöhte. Higgins jedoch zeigte seine Klasse mit einer 142 im dritten Frame, dem bisher höchsten Masters-Break. Doch die Antwort von Lisowski war eine starke 88 zum 3:1.
Zwar verkürzte Higgins unmittelbar nach dem Interval, doch mit einem Break von genau 100 Punkte schaffte Lisowski das 4:2. Der siebte Frame sah eine Serie von brillanten Snookern und Gegen-Snookern auf die letzte Rote, doch das letzte Wort behielt Lisowski.
Im achten Frame versuchte John Higgins dann ein Maximum, doch er verschoss die neunte Schwarze. Lisowski schaffte es jedoch nicht, den Tisch abzuräumen, weil er bei der letzten Roten einen Kick bekam. Er bewahrte aber die Ruhe. Seine zweite Chance im neunten Frame nutzte er zu einer 93 zum Sieg. Im Viertelfinale wird am Donnerstag Hossein Vafaei sein nächster Gegner sein.
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