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UK Championship: Stuart Bingham siegt überragend auch ohne Maximum, Allen mit 400. Century

Bingham siegt überragend - auch ohne Maximum

07/12/2018 um 23:42Aktualisiert 08/12/2018 um 09:13

Stuart Bingham kommt bei der UK Championship immer besser in Fahrt. In überragender Manier schlug er im Halbfinale Kyren Wilson mit 6:1. In der Vorschlussrunde in York trifft Bingham am Samstag auf Mark Allen, der in einer nervösen Begegnung zweiter Freunde Stephen Maguire ebenfalls mit 6:1 schlug. Das erste Halbfinale am Nachmittag bestreiten Ronnie O’Sullivan und Tom Ford.

Kyren Wilson hatte einen ganz schwarzen Tag erwischt, und Stuart Bingham nutzte das konsequent aus. Aus praktisch jeder Chance machte der English-Open-Champion auch Punkte und hatte so die ersten beiden Frames schnell gewonnen.

Im dritten Frame machte er sich gar auf Maximumkurs, verschoss aber nach 120 Punkten Gelb, weil der Spielball an der Seitenbande lag. Davon unbeeindruckt erhöhte er seine Führung umgehend auf 4:0. Als er dann gar dank einer 84 das 5:0 machte war die Entscheidung gefallen.

Zwar holte Wilson mit einer 83 noch einen Ehren-Frame, aber mit einer 61 und einer 50 machte Bingham den Sieg perfekt.

Allen spielt 400. Century

Mark Allen begann gegen Stephen Maguire sicher und ging so ungefährdet mit 3:0 in Führung. Im dritten Frame spielte er gar eine 122 und ist damit nun der elfte Spieler, der 400 oder mehr Centuries geschafft hat.

Video - Meilenstein erreicht! Allen macht sein 400. Century

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Danach allerdings wurde sein Spiel immer mehr zerfahren. Er ist mit Stephen Maguire eng befreundet, und deshalb habe er den Sieg nicht genießen können, gestand er nach Match-Ende im Eurosport-Interview. Sichtlich gehemmt stolperte er mehr durch die Frames:

"Zu Anfang habe ich mich noch auf meinen Job konzentrieren können, aber das gelang mir im späteren Verlauf immer weniger."

Maguire allerdings fehlten an diesem Tag die spielerischen Mittel, um das zu nutzen.

Video - Was ist da los? Maguire vergibt einfachen Stoß

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O'Sullivan schlägt O'Donnell

Ronnie O'Sullivan musste sich im Viertelfinale bei seinem 6:1 über Martin O'Donnell in vielen Frames mit kleinen Breaks begnügen. Er fand nur selten den gewohnten Spielfluss und oftmals führten die Safe-Duelle der beiden auch zu schwierigen Bildern auf dem Tisch. Den ersten Frame aber holte der Titelverteidiger mit einer 102, nachdem O'Donnell Braun lang verschossen hatte.

Video - O'Sullivan startet mit Century gegen O'Donnell

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O'Sullivan hätte auch den zweiten Frame gewinnen können, aber er verschoss Grün; so glich O'Donnell aus.

Video - Den macht nicht jeder: O'Sullivan mit ganz viel Gefühl

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In der Folgezeit machte der Londoner aber zu wenig aus seinen Chancen; sein Top-Break von 37 Punkten reichte nicht aus, um seinen Gegner entscheidend unter Druck zu setzen. Am Ende wurde das Spiel von O'Sullivan dann auch wieder flüssiger. Im sechsten Frame spielte er eine 81 und beendete das Match mit einer 106.

Video - Im Stile eines Meisters: So zieht O'Sullivan ins Halbfinale ein

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Großer Erfolg für Ford

Im Halbfinale trifft Ronnie O’Sullivan auf Tom Ford. Für den Mann aus Leicester ist das Erreichen der Vorschlussrunde in York einer der größten Erfolge seiner Karriere. Er setzte sich überraschend klar mit 6:2 gegen Joe Perry durch.

Den entscheidenden Vorsprung hatte sich Ford schon vor dem Interval erarbeitet, als er unter anderem mit Breaks von 76 und 80 Punkten mit 4:0 in Führung gegangen war. Bei Perry lief in dieser Phase nichts zusammen; er hatte zu diesem Zeitpunkt nur eine Lochquote von 73 Prozent.

Nach Wiederbeginn spielte Perry dann zwar eine 121, doch eine Wende bedeutete das nicht. Ford holte den sechsten Frame auf Schwarz. Am Ende brauchte er noch mehrere Anläufe, um wirklich über die Ziellinie zu kommen, aber Perry konnte die Nervosität seines Gegners nicht mehr nutzen.

Video - Ford entscheidet Kampf um Schwarz mit sensationellem Frameball

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