UK Championship: Mark Allen stichelt gegen Shaun Murphy nach dessen Kritik an Ronnie O'Sullivan
Shaun Murphy hat Judd Trump in einem wahren Achtelfinal-Thriller bei der UK Championship 6:5 bezwungen. Murphy hatte bereits 3:5 zurücklegen, drehte dann aber auf und machte mit drei Framegewinnen das Viertelfinale klar. Vor dem Match hatte der 40-Jährige noch über Schulter- und Nackenschmerzen geklagt und seinen Antritt offengelassen. Mark Allen konnte sich eine Stichelei nicht verkneifen.
"Rubbish!" Murphy ärgert sich über verpasstes Maximum Break
Quelle: Eurosport
Murphy hatte in den vergangenen Tagen gleich doppelt für Wirbel gesorgt. Zum einen, weil er sich im Erstrundenmatch gegen David Gilbert nach einer gelochten Schwarzen zu einem Jubel-Ausbruch hinreißen ließ, was im Gentlemen-Sport Snooker sonst eher unüblich ist.
Zum anderen, weil er Ronnie O'Sullivan für dessen Lustlos-Aussagen kritisierte.
"The Rocket" hatte jüngst durchblicken lassen, dass er trotz seines Triumphs beim Hong Kong Masters derzeit nicht besonders viel Spaß am Snooker habe. Der Sport sei für ihn "unbedeutend" geworden.
Für Murphy ein Unding. "Ronnie hat eine der größten Plattformen auf der Welt. Ich hoffe, er nutzt sie, um das Spiel besser zu machen", so der Weltmeister von 2005.
Murphy geht O'Sullivan an - Allen stichelt
"Er ist in unglaublichem Reichtum aufgewachsen. Die meisten anderen auf der Tour hatten das nicht. Für ihn und andere, die eine Vitrine voller Trophäen haben, ist es einfach zu sagen, wie wenig ihnen das Spiel bedeutet", sagte Murphy: "Aber für den Rest von uns bedeutet es unglaublich viel, nicht nur, weil es für unser Essen auf dem Tisch sorgt."
Mark Allen, der nach seinem 6:3-Sieg gegen Kyren Wilson ebenfalls im Viertelfinale der UK Championship steht, konnte sich vor dem Hintergrund dieser Aussagen einen kleinen Seitenhieb gegen Murphy nicht verkneifen.
Unter den Twitter-Post, in dem Murphy vor dem Match gegen Trump über Nacken- und Schulterschmerzen klagte, kommentierte Allen: "Das muss der Chip auf deiner Schulter sein, der für den ganzen Schaden verantwortlich ist."
Im Englischen benutzt man die Redewendung "to have a Chip on your shoulder" für jemanden, der mit einer aggressiven und unangebrachten Einstellung auffällt, weil er oder sie sich unfair oder nicht so gut wie andere Leute behandelt fühlt.
Eine klare Anspielung auf Murphys Aussagen zu dessen Vergangenheit.
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Wie geht denn das? Ding fassungslos über eigenen Fehler
Quelle: Eurosport
Craigie nimmt O'Sullivan in Schutz
Andere Profis zeigten dagegen mehr Verständnis für O’Sullivans Aussagen. Sam Craigie nahm den siebenmaligen Weltmeister in Schutz:
"Er ist auf seinem eigenen Level, das kann man nicht in Worte fassen", sagte Cragie: "Er tut etwas für unseren Sport, indem er für Ticketverkäufe sorgt und das große Geld reinbringt. Vielleicht könnte er noch mehr machen, aber er kann tun und lassen, was er will. Er ist derjenige, den jeder schlagen will. Und wenn es ihn nicht gäbe, wer weiß, wie viele Tickets gekauft werden würden."
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Irrer Fluke! Kugel springt auf die Bande - und geht trotzdem rein
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