Sam Craigie bezeichnet Äußerungen von Mark Selby als "peinlich" und verteidigt Ronnie O'Sullivan gegen Kritik

Sam Craigie hat sich gegen die Kritik von Mark Selby zur Wehr gesetzt. Der 39-Jährige hatte bei Eurosport erklärt, sein jüngerer Kollege habe sich zu Beginn seiner Karriere nicht wirklich bemüht. Craigie meinte im "Mirror": "Um ehrlich zu sein, fand ich es peinlich. Eine Geschichte aufzugreifen, die zehn Jahre zurückliegt? Ich kann mich irren, aber das ist lange her und war absolut irrelevant."

Sam Craigie

Fotocredit: Getty Images

"Ich verstehe nicht, warum er das getan hat und werde es auch nie verstehen", ergänzte der 28-Jährige. Selby hatte Craigie zu Beginn seiner Karriere vor knapp zehn Jahren unter seine Fittiche genommen. Der 39-Jährige erzählte in seinem Interview Geschichten über seinen jungen Kollegen, der damals offenbar häufiger nicht zum Training erschien.
Es sei nicht schwergefallen, "sich das anzuhören. Es war eher ein Schock, warum jemand, der schlechte Erfahrungen gemacht hat und mentale Probleme hatte, öffentlich versucht, jemand anderen fertig zu machen. Es war ein sehr bizarres Timing."
Während des Lockdowns habe Selby auch "ein wenig geholfen und uns einige Ratschläge gegeben", erzählte Craigie weiter.
"Ich hatte schon immer großen Respekt vor Mark, und man kann ihm gut zuhören, weil er schon vieles erlebt hat. Aber seit er das gesagt hat, hat sich meine Meinung geändert", meinte der UK-Championship-Viertelfinalist, der am Freitag in der nächsten Runde auf Mark Allen trifft (live bei Eurosport und live auf discovery+).

Craigie nimmt Superstar O'Sullivan in Schutz

Craigie verteidigte auch Ronnie O'Sullivan gegen die Kritik von Shaun Murphy, der The Rocket aufgefordert hatte, mehr für den Snooker-Sport zu tun. "Vor allem Ronnie hat eine der größten Plattformen der Welt. Ich hoffe, er nutzt sie, um das Spiel besser zu machen", meinte Murphy unter anderem.
Craigie erklärte nun zu O'Sullivan: "Er ist auf seinem eigenen Niveau, man kann es gar nicht beschreiben. Wenn man gegen andere Top-Spieler spielt, setzen sie einen nicht so sehr unter Druck. Ich weiß nicht, wie er das macht - er hat einfach etwas und strahlt diese Energie ab, die dich unter Druck setzt."
Wenn es darum gehe, "etwas für den Sport zu tun, ist er derjenige, der die Tickets verkauft, er ist derjenige, der das Geld reinbringt", stellte der Brite zudem klar: "Vielleicht könnte er mehr tun, aber er kann tun, was er will. Er ist der Mann, den jeder schlagen will, und wenn er nicht wäre, wer weiß, wie viele Eintrittskarten verkauft würden."
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Wie geht denn das? Ding fassungslos über eigenen Fehler

Quelle: Eurosport

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