UK Championship in York: Judd Trump trotzt Fehlstart gegen Ding Junhui - Neil Robertson zittert sich ins Halbfinale
Update 06/12/2025 um 00:37 GMT+1 Uhr
Titelverteidiger Judd Trump ist ins Halbfinale der UK Championship 2025 eingezogen. Der Weltranglistenerste besiegte Ding Junhui im Viertelfinale souverän mit 6:2. Trump trotzte dabei einem Fehlstart und gewann dank sechs Frameerfolgen in Serie. Im Spiel ums Finale in York trifft der Engländer auf Neil Robertson, der bei seinem knappen 6:4-Sieg gegen Pang Junxu am Ende gehörig wackelte.
"Was für ein Double": Trump beendet Safety-Spektakel
Quelle: Eurosport
Judd Trump hat dem Favoritensterben bei der UK Championship getrotzt und ist ins Halbfinale eingezogen. Dabei erwischte der Favorit einen ganz schwachen Start.
Dem Weltranglistenersten gelang in den ersten beiden Frames so gut wie nichts - ein schneller 0:2-Rückstand war die Folge. Nur 17 magere Punkte konnte der 36-Jährige Ding entgegensetzen. Der Chinese glänzte derweil mit einem 83er- und einem 89er-Break.
Dann fand Trump allerdings in die Partie. Der Titelverteidiger sicherte sich seinen ersten Durchgang mit einem 73:31, unter anderem dank eins unglaublichen Doubles glich er schnell 2:2 aus. Spätestens nach dem Ausgleich kontrollierte "The Ace in the Pack" das Match nach Belieben. Durch ein 74:31 schnappte sich Trump erstmals die Führung, mit seinem besten Break des Spiels (91) erhöhte der Engländer schließlich.
Ding spielte zwar mit, aber Trump ließ nur noch wenig liegen und war sehr sicher im Safety-Spiel. In der Folge gab der 36-Jährige keinen Frame mehr ab. Auch das knappe 63:55 im siebten Durchgang sicherte sich Trump und vollendete seine sechs Frames nach einem schwachen Start mit 74:36.
Robertson wackelt gehörig
Im Halbfinale spielt Trump am Samstag (live bei discovery+) gegen Neil Robertson. Der Australier besiegte Pang Junxu 6:4, wackelte am Schluss aber gewaltig.
Zunächst sah alles nach einem klaren Sieg für "The Thunder from Down Under" gegen den Chinesen aus. Zwar gewann Pang den ersten Frame (70:9), fortan spielte aber nur noch Robertson. Fünf Durchgänge in Folge schnappte sich der Weltranglistendritte. Nur im vierten Frame war es beim 76:45 ansatzweise knapp.
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Mit dem Rücken zur Wand: Pang mit starker Clearance
Quelle: Eurosport
Der Australier zeigte eine starke und überzeugende Vorstellung, wie beim gesamten Turnier in York bisher. Den letzten der fünf Durchgänge gewann er durch ein 111er-Century. Dann berappelte sich Pang. Der Weltranglisten-30. holte sich den knappsten Frame der Partie (76:72) und kam durch sein einziges Century (115) auf 3:5 ran. Auch beim 4:5 aus Pangs Sicht konnte Roberston nur vier Punkte beisteuern.
Doch gerade als das Momentum so richtig zu kippen schien, schlug Robertson zu. Das 75:7 im zehnten Frame war gleichbedeutend mit dem Halbfinaleinzug.
Murphy ohne Probleme
Im anderen Halbfinale treffen Shaun Murphy und Mark Selby aufeinander. Murphy besiegte Zhang Anda ohne große Probleme mit 6:3. Dabei startete das Match spannend und kurios.
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Weiß statt Schwarz: Zhang "schenkt" Murphy ersten Frame
Quelle: Eurosport
Am Ende des ersten Frames war nur noch Schwarz auf dem Tisch. Doch anstatt die zu lochen, erwischte Zhang den Ball falsch und der Spielball verschwand in einer Ecktasche. Das Versenken des weißen Balls war aufgrund der Strafpunkte gleichbedeutend mit der Führung für Murphy. Diese baute der Weltmeister von 2005 mit einem 88er-Break aus, ehe Zhang seinen ersten Durchgang zum 1:2 aus seiner Sicht gewann.
Wieder schnappte sich Murphy zwei Frames in Folge und führte komfortabel gegen den Chinesen. Doch der kam noch mal zurück. Zhang gewann seinerseits zwei Durchgänge in Serie und verkürzte auf 3:4.
Doch Murphy spielte das Spiel cool zu Ende. Der Engländer holte sich den achten Frame (71:33) und besiegte Zhang letztlich mit einem 73er-Break.
Selby schlägt Hawkins
Das Halbfinale gegen Selby dürfte dann allerdings fordernder werden. Der viermalige Weltmeister besiegte im Viertelfinale Barry Hawkins 6:2.
Nachdem es nach den ersten beiden Frames 1:1 stand, drehte Selby dann auf. "The Jester from Leicester" holte sich vier Durchgänge in Folge. Den ersten davon gewann der Weltranglistenelfte dank eines 115er-Century.
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Selby kann es selbst nicht glauben: Zweiter Fluke im Frame
Quelle: Eurosport
Kurios wurde es dann allerdings im vierten Frame: Selby flukte gleich zweimal und schnappte sich so die 3:1-Führung. Auch die knappen Durchgänge vier und fünf (62:53/75:54) konnte der 42-Jährige für sich entscheiden, weil ihm kaum Fehler unterliefen.
Beim Stand von 1:5 aus der Sicht von Hawkins konnte auch der Weltranglisten-14. mal wieder einen Frame gewinnen. Das starke 138er-Century war am Ende allerdings nur Ergebniskosmetik. Im achten Durchgang konnte Selby durch ein 96:23 ins Halbfinale einziehen.
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Blau als Bande: Pang gelingt unglaublicher Pot
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