Faszination "Triple Crown" - Eurosport-Experten Kleckers und Frede erklären: Das macht UK Championship, Masters und WM so einzigartig
VonFabian Kunze
Publiziert 28/11/2025 um 15:32 GMT+1 Uhr
Die Snooker-Welt blickt gespannt nach York: Am Samstag beginnt die UK Championship 2025 (live bei Eurosport 1 im Free-TV sowie live und auf Abruf im Stream auf discovery+) - ein Turnier, das mehr ist als ein Ranglisten-Event. Als Teil der "Triple Crown" steht es für Tradition, Prestige und Momente, die Karrieren prägen. Wer hier triumphiert, reiht sich in die Geschichte des Sports ein.
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Quelle: Eurosport
Neben der UK Championship gehören auch die Weltmeisterschaft und das Masters als Fixpunkte der Saison zur "Triple Crown". An Erfolgen bei diesen Events werden Karrieren gemessen. Ein Titel hier bedeutet mehr als Ranglistenpunkte oder Preisgeld - er bedeutet Geschichte.
"Die Triple-Crown-Turniere machen vor allem die Tradition und das gewachsene Prestige zu etwas Besonderem", erklärt Eurosport-Experte Lukas Kleckers.
"Die UK Championship hat eine enorme Historie, sogar die Trophäe erzählt schon ihre eigene Geschichte. Auch die Stadt und das Venue spielen eine große Rolle. Ich habe selbst ein paar Mal dort gespielt, und das war wirklich einzigartig - man spürt sofort, dass es ein besonderes Turnier ist", so der 29-Jährige.
Seit ihrer Premiere 1977 hat die UK Championship viele Karrieren geprägt. "Sie war über Jahrzehnte das zweitwichtigste Ranglistenturnier. Sportlich wie atmosphärisch immer ein Highlight - ein fester Bestandteil der Triple Crown", betont Eurosport-Experte Felix Frede. Für ihn beginnt mit der UK Championship die "heiße Phase der Saison so richtig".
Du träumst vom Gewinn der UK Championship
Neben Tradition und Prestige spielt die Atmosphäre eine wichtige Rolle. Yorks Barbican Centre ist seit Jahren die Bühne für große Momente. Die UK Championship ist nicht nur ein Turnier, sondern ein Statement.
Wer hier gewinnt, reiht sich in eine Liste von Legenden ein - von Steve Davis über Ronnie O'Sullivan bis hin zu Judd Trump, der im Vorjahr sehr plakativ den Wert des Events für einen Snookerspieler herausstellte: "Du träumst nicht davon, in China oder Saudi-Arabien zu gewinnen - du träumst vom Gewinn der UK Championship."
Wie ein Grand-Slam-Sieg - nur anders...
Die Triple Crown im Snooker wird gerne einmal mit den vier Grand-Slam-Turnieren im Tennis verglichen: Siege hier definieren Karrieren und sorgen dafür, dass man auch nach dem Ende der sportlichen Laufbahn in Erinnerung bleibt. "Ein Triple-Crown-Titel hat im Snooker in etwa die sportliche Bedeutung eines Grand-Slam-Siegs im Tennis", sagt Kleckers, schränkt aber ein: "Der Vergleich hinkt jedoch ein wenig, weil beim Masters nur die absolute Weltelite spielt, während bei Grand Slams praktisch alle Tourspieler zumindest eine Chance haben. Trotzdem bleibt die Parallele: Es sind die Turniere mit den größten Geschichte und der höchsten Wertigkeit."
Ein Alleinstellungsmerkmal hat die UK Championship jedoch verloren. Früher wurde das Turnier im Gruppenmodus ausgetragen.
Eine Regelung, die inzwischen Geschichte ist - zurecht, wie Kleckers findet. "Gruppensysteme sind im Snooker grundsätzlich schwierig", sagt der Eurosport-Experte. "Es kann passieren, dass ein Spieler schon ausgeschieden ist, während es für den anderen noch um alles geht. Die Drucksituationen sind also komplett unterschiedlich. Deshalb ist es logisch, dass man den Gruppenmodus später abgeschafft hat."
Mit der UK Championship beginnt die Zeit, in der Snooker seine größten Geschichten schreibt. "Seitdem ich Snooker schaue, freue ich mich immer auf diese Zeit", sagt Frede und ist damit sicher nicht alleine.
Sendehinweis: Lukas Kleckers und Felix Frede kommentieren die Matches der UK Championship von Samstag (29. November) an gemeinsam mit Matthias Breusch, Thomas Hein und Harry Weber. Eurosport 1 überträgt das Turnier großflächig im Free-TV. Alle Matches sind live und auf Abruf im Stream bei discovery+ zu sehen.
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Quelle: Eurosport
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