Kyren Wilson hadert nach Aus bei UK Championship gegen Elliot Slessor: "Vermutlich nächsten Monat komplett betrunken"
VonLukas Fegers
Update 03/12/2025 um 13:01 GMT+1 Uhr
Nach seiner überraschenden Auftaktpleite bei der UK Championship ist Kyren Wilson am Boden zerstört. Schon während des 4:6 gegen Elliot Slessor haderte der Weltranglistenzweite mit seinem Queue, dem eigenen Spiel und den Tischbedingungen. Auf die Frage, was nun auf ihn zukomme, sagte der 33-Jährige resigniert: "Um ehrlich zu sein: Ich habe absolut keine Ahnung. Ich bin komplett verloren."
Wilson hadert nach frühem Aus: "Wollte im Erdboden versinken"
Quelle: Eurosport
Immerhin: Er habe eine "wundervolle Familie, das ist wichtiger", meinte der Engländer am späten Dienstagabend im Eurosport-Interview.
Anschließend schilderte er, wie er sich von dem bitteren Rückschlag beim ersten Triple-Crown-Turnier dieser Saison ablenken könnte. "Ich werde wegfahren, Weihnachten genießen und vermutlich den nächsten Monat komplett betrunken sein. Dann sehen wir, was beim Masters passiert", so Wilson.
Bei der Niederlage gegen seinen englischen Landsmann hatte Wilson einen fehlerhaften Auftritt in York hingelegt. Der Weltmeister von 2024 ließ teils leichte Lochversuche liegen und schlug sich mehrfach die Hände vors Gesicht.
"Womit soll ich anfangen? Heute war es hart. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken. Ich wollte nicht wieder rausgehen", zeigte sich Wilson hinterher niedergeschlagen.
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Kyren Wilson hadert nach seiner Auftaktniederlage bei der UK Championship.
Fotocredit: Getty Images
Wilson unzufrieden mit eigenem Queue
Insbesondere an seinem eigenen Equipment hatte "The Warrior" einiges auszusetzen.
"Es war ein Albtraum. Ich meine, ich hatte drei Queues nur in diesem Turnier, habe dann aber zu meinem alten gewechselt. Ich wollte mit Selbstvertrauen rausgehen, doch dann habe ich direkt Pink im ersten Frame verpasst und wusste nicht mehr, wohin ich überhaupt zielen soll", erklärte Wilson.
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"Weltmeister 2024": Wilson motiviert sich mit Notiz
Quelle: Eurosport
Wilson: "Es war unbespielbar, einfach unbespielbar"
Zwar war das Match zunächst sehr offen, nachdem Wilson gegen Underdog Slessor zweimal ausgeglichen hatte (2:2, 4:4). Die nötige Sicherheit gab das dem Favoriten allerdings nicht - offenbar auch, weil er nicht nur mit seinem Queue unzufrieden war.
Auch die Tisch- und Spielbedingungen störten die Nummer zwei der Welt. "Es war unbespielbar, einfach unbespielbar. Ich hatte ein paar Bälle, da war ich mir sicher, die gehen rein. Aber wenn du sowieso schon mit deinem Queue haderst, fühlst du dich, als ob du ins Nichts spielst, weil du auf nichts zielen kannst", führte der neunmalige Ranglistenturniersieger aus.
Bei den schwierigen Equipment- und Tischbedingungen sei es für ihn an diesem Abend nicht möglich gewesen, seine Bestleistung abzurufen.
"Ich wollte da einfach nicht mehr spielen. Ich wollte seine Hand schütteln und gehen. Aber die Leute haben viel Geld bezahlt, um Snooker zu sehen, also habe ich alles gegeben. Es sollte aber nicht sein", fasste Wilson seinen gebrauchten Auftritt bei der UK Championship zusammen.
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Slessor kann es nicht glauben: Wilson pottet Rote stark
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