Welsh Open | 6:0 im Halbfinale: Neil Robertson stürmt ins Finale

"The Thunder from Downunder" hat es krachen lassen: Mit 6:0 fertigte Neil Robertson im Halbfinale der Welsh Open in Cardiff Hossein Vafaei ab. Gerade einmal 87 Minuten brauchte der Australier für seine Gala und ließ dabei dem Iraner kaum Tischzeit. Im Finale trifft Robertson am Sonntag auf Stuart Bingham. Der beendete den märchenhaften Siegeszug von Favoritenschreck Joe O’Connor mit 6:2.

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Fantastische lange Bälle, sicheres Lochspiel, mitreißendes Breakbuilding, hohes Tempo und viel Spielfluss; bei Neil Robertson stimmte an diesem Tag einfach alles. So geriet Hossein Vafaei von Anfang an unter Druck. Nur 55 Punkte sollte er im gesamten Match holen. Im ersten Frame kam eine Safety des Iraners nicht auf den Punkt. Robertson nutzte das für eine 103. In den nächsten beiden Frames verschoss Vafaei einmal Schwarz vom Spot und einmal Pink auf die Mitte; beide Male nutzte Robertson das zum Framegewinnen. Als er dann auch noch eine 140 zum 4:0 folgen ließ war die Vorentscheidung gefallen.
Auch das Midsession Interval führte zu keinem Bruch im Spiel von Neil Robertson. Im fünften Frame gelang ihm zwar kein ganz hohes Break, aber trotzdem gewann er den Durchgang zu Null. Der Widerstand von Hossein Vafaei war gebrochen. So war der auch nicht mehr in der Lage, seine Chancen im sechsten Frame zu nutzen. Mit einer 83 beendete Robertson das einseitige Match.

Joe O'Connors Siegesserie endet im Halbfinale

Die unglaubliche Reise von Joe O’Connor bei den Welsh Open endete im Halbfinale. Im Eurosport-Studio zeigte er sich nachher nicht so sehr über die Niederlage enttäuscht, sondern vielmehr darüber, dass er bei weitem nicht an die Leistung anknüpfen konnte, die er bei seinen Siegen über Kyren Wilson, Ding Junhui und John Higgins gezeigt hatte. Gegen Stuart Bingham schaffte er nur ein Top-Break von 33 Punkten. Nervös sei er aber nicht gewesen, so beteuerte er. Allerdings sei die ganze Situation zu ungewohnt gewesen.
Das Match war sehr kurios. Obwohl Stuart Bingham vier Centuries spielte machte er phasenweise einen Fehler nach dem anderen. Auch Bingham schien zu Beginn sehr nervös, und so entwickelte sich kaum Spielfluss. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Bingham auf dem Weg zum 3:1 zum Interval Breaks von 107 und 100 Punkten spielte. Im fünften Frame vergaben dann zunächst beide viele Chancen, ehe O’Connor auf eine lange Rote hin die Punkte zum 2:3 holte. Dieser Frameverlust schien ein Weckruf für Bingham gewesen zu sein. Danach spielte er wieder selbstbewusst und sicher. Breaks von 104 und 125 Punkten waren die Folge, und nach seiner 67 im achten Frame war ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen.
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