Welsh Open | O’Connor erreicht gegen Higgins erstes Karriere-Halbfinale

Joe O’Connor bleibt der Favoritenschreck beim Welsh Open. Nach Kyren Wilson und Ding Junhui schaltete er im Viertelfinale auch John Higgins aus. Mit 5:3 setzte sich der Tour-Neuling gegen den Titelverteidiger durch und trifft im ersten Halbfinale seiner Karriere auf Stuart Bingham, der Zhao Xintong mit 5:2 schlug. Das andere Halbfinale in Cardiff bestreiten Neil Robertson und Hossein Vafaei.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Joe O’Connor, der zuvor noch nie über die Runde der letzten 32 hinausgekommen war, präsentierte sich nach seinen Siegen über Kyren Wilson und Ding Junhui auch gegen John Higgins nervenstark und furchtlos. Mit sicherem Lochspiel startete er mit einer 73 und dominierte dann auch den zweiten Frame.
Aber Higgins präsentierte sich ebenfalls in guter Verfassung und schaffte so bis zum Interval dank Breaks von 84 und 106 Punkten den Ausgleich. Nach der Pause startete O’Connor aber sofort mit einer 70 wieder durch.
Auch der erneute Ausgleich durch den Schotten brachte O’Connor nicht aus der Ruhe. Eine starke 72 brachte ihm das 4:3, bevor er mit einer 131, seinem höchsten Break in einem Profiturnier bisher, erstmals seinen Platz in der Vorschlussrunde buchte.

Bingham vs. Xintong erfüllte Erwartungen

Das Duell zwischen Stuart Bingham und Zhao Xintong erfüllte die Erwartungen. Über weite Strecken lieferten sich die beiden ein Breakfestival. Zhao hatte den besseren Start erwischt und mit einer 92 den ersten Frame geholt, aber dann spielte Bingham über vier Frames praktisch fehlerlos.
Mit Breaks von 134, 99, 59 und 67 Punkten zog er schnell auf 4:1 davon. Im sechsten Frame verschoss er dann aber Schwarz vom Spot, und danach war er nicht mehr so fokussiert wie zuvor. So verkürzte Zhao dank einer 75.
Im siebten Frame vergaben beide Chancen, aber am Ende räumte Bingham von Grün bis Schwarz ab; vor allem der lange braune Ball war dabei eindrucksvoll. Zum 19. Mal steht Bingham nun im Halbfinale eines Ranglisten-Turnieres.

Robertson wiederholt eigenes Kunststück

Neil Robertson hatte bei seinem 5:4 über Kurt Maflin erneut zwei Frames Rückstand bei maximal drei noch zu spielenden Frames. Aus dieser Position hatte er den Norweger schon im November beim Northern Ireland Open geschlagen, und dieses Kunststück gelang ihm erneut.
Dabei hatte Maflin zu Beginn überragend gespielt und war mit einem Top-Break von 104 mit 3:0 in Führung gegangen. Mit eine 91 nach einem langen roten Einsteiger holte Robertson dann aber noch vor der Pause seinen ersten Frame. Nach Wiederbeginn teilten sie sich die ersten beiden Frames; Maflin stand mit 4:2 kurz vor dem Sieg.
Dann aber erzwang Robertson mit einer 69 und einer brillanten Total Clearance von 136 Punkten den Decider. In diesem entscheidenden Frame hatte Maflin Pech: Als er eine lange Rote mit viel Tempo lochte fiel auch Schwarz. Robertson nutzte dies zum entscheidenden Break von 67 Punkten.
In der Vorschlussrunde trifft der Australier nun auf Hossein Vafaei. Der Iraner hatte bei seinem 5:1 gegen Scott Donaldson zwar den ersten Frame verloren, holte dann aber fünf Durchgänge in Folge. Breaks von 76, 54, 75, 62 und 92 Punkten spielte Vafaei dabei.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung