Neil Robertson gewinnt und sagt: Bingham war der bessere Spieler

Zwölf Jahre nach seinem ersten Triumph hat Neil Robertson die Welsh Open zum zweiten Mal gewonnen. In einem spannenden Finale schlug er Stuart Bingham mit 9:7. Beide Akteure knüpften im Endspiel nicht an die Leistungen an, die sie zuvor in Cardiff gezeigt hatten, aber beide wussten kämpferisch zu überzeugen. Robertson verspielte eine 7:3-Führung, beendete das Match aber mit einer 83.

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Danach zeigte sich der neue Champion im Eurosport-Studio erst einmal nur erleichtert. "Stuart war der bessere Spieler", gab er zu Protokoll, und erläuterte: "Zwischen Top-Spielern ist es immer entscheidend, wer das taktische Duell zu Beginn gewinnt und sich seine Eröffnung verschafft. Das war meist Stuart."
Das stimmte auch, aber Bingham gab die Chancen durch eine Reihe von leichten Fehlern noch aus der Hand. So war Robertson mit Breaks von 71, 69, 72 und 70 Punkten mit 5:2 in Führung gegangen. Im letzten Frame der ersten Session betrieb Bingham mit einer 102 zum 3:5 aber noch Schadensbegrenzung.
Am Abend zeigte sich zunächst das gleiche Bild: Stuart Bingham erarbeitete sich die erste Chance, nutzte sie aber nicht. So zog Neil Robertson auf 7:3 davon. Zwar holte Bingham den elften Frame, doch im zwölften Durchgang hatte Robertson die große Chance zum 8:4. Der Australier verschoss jedoch Braun, so dass Bingham vor dem Interval auf 5:7 herankam.
Stuart Bingham roch nun wieder Morgenluft und glich zum 7:7 aus. Der 15. Frame wurde auf die Farben entschieden, und erst mit Pink holte sich Neil Robertson die Führung zurück. Im nächsten Durchgang ging der Australier dann aber entschlossen zur Sache. Bevor Stuart Bingham ihm erneut mit seinen guten Safeties den Einstieg verbauen konnte lochte er eine lange Rote, spielte kurz darauf einen perfekten Split und machte mit einer 83 den Sieg perfekt.
Für Neil Robertson war es der insgesamt 15. Triumph bei einem Ranglisten-Turnier und nun schon sein zweiter in dieser Saison; zu Saisonbeginn hatte er auch in Riga gewonnen. Nach dem Sieg in Cardiff witzelte er dann auch noch: "Seit 2006 habe ich ja in jedem Kalenderjahr mindestens einen Titel geholt; gut, dass ich das in diesem Jahr so schnell erledigt habe.“"In der Weltrangliste klettert er um zwei Plätze auf Rang acht. Stuart Bingham, der in seinem 10. Ranking-Finale die fünfte Endspielniederlage kassierte, steht in der neuen Weltrangliste auf dem 14. Platz.
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