Der erste Frame zwischen Ronnie O’Sullivan und Mark Selby dauerte fast eine halbe Stunde. Beide zeigten großen Respekt voreinander, und beide brauchten Zeit, um ins Match zu finden. Trotzdem holte sich O’Siullivan das 1:0. Danach drehte er dann groß auf. Allerdings profitierte er auch von den großen Schwächen bei Mark Selby; sowohl dessen Safeties als auch sein Lochspiel waren zu ungenau. So stürmte O’Sullivan mit rasanten Breaks von 142, 95 und 85 Punkten auf 4:0 davon.

Nach dem Interval zeigte sich Mark Selby dann leicht verbessert, während Ronnie O’Sullivan nicht mehr ganz so konzentriert war. So holte Selby auf Pink zumindest noch einen Frame. Im sechsten Frame hatten dann beide in verschiedenen Situationen Pech. Das entscheidende Malheur passierte aber Selby: Der hatte die benötigten Foulpunkte geholt und lochte die letzte Rote, als der Spielball unglücklich in die gelbe Tasche abprallte. Mit Ball in Hand hatte O’Sullivan keine Mühe, den auch in dieser Höhe verdienten Sieg perfekt zu machen.

Welsh Open
Der Magier kennt im Finale keine Gnade: Murphy lässt Wilson keine Chance
17/02/2020 AM 07:03

Robertsons Tank endgültig leer

Bei Neil Robertson war der Tank endgültig leer; mental habe er nicht ins Match finden können, so verriet er danach im Eurosport-Interview:

Jetzt kam so ein Match, mit dem ich schon zu Beginn der Woche gerechnet hatte.

So machte er es dem sehr sicher spielenden Kyren Wilson leicht. Den ersten Frame hätte der Australier noch gewinnen können, doch er verschoss Blau. So holte Wilson das 1:0 auf Schwarz und gewann dann auch die nächsten vier Frames mit Breaks von 79, 67 und 63 Punkten.

Murphy schlägt Trump erneut

Schon beim Masters hatte Judd Trump gegen Shaun Murphy verloren, obwohl er drei Centuries gespielt hatte. In Cardiff erging es ihm jetzt ähnlich. Zwei Centuries reichten nicht. Der erste Frame war lange umkämpft, doch mit einem Fluke von Pink holte sich Murphy das 1:0. Unbeeindruckt konterte Trump mit einer 126, aber nach einer 96 lag Murphy wieder vorne. Der vierte Frame war ein Schlüsselframe: Der Weltmeister führte mit 70:0 und Murphy brauchte einen Snooker, als Trump eine Kombination versuchte und dabei den Tisch öffnete. Das erst erlaubte Murphy, sich wieder heranzukämpfen, die Foulpunkte zu holen und dann seine Führung auf 3:1 auszubauen.

Nach dem Interval legte Judd Trump eine 66 zum 2:3 vor, aber nach einer 101 hatte Shaun Murphy wieder zwei Frames Vorsprung. Trump schöpfte noch einmal Hoffnung, als er dank einer 100 erneut verkürzte. Aber im achten Frame legte Murphy eine 52 vor und verwaltete den Vorsprung dann clever.

Yan Bingtao war gegen John Higgins dank Top-Breaks von 66 und 100 Punkten mit 3:0 in Führung gegangen. Zwar verkürzte John Higgins auf 1:3 und schaffte später auch das 2:4, aber eine 51 des Schotten im siebten Frame reichte nicht. Mit einer 61 machte Yan den Sieg perfekt.

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