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Neil Robertson mit 700. Century, Trump zu stark für Castle

Neil Robertson mit 700. Century, Trump zu stark für Castle

13/02/2020 um 00:34Aktualisiert 13/02/2020 um 08:40

Weiterer Meilenstein für Neil Robertson: Der Titelverteidiger bei den Welsh Open in Cardiff startete bei seinem 4:2 über Mark Joyce mit einer 135, seinem 700. Century. Nach Stephen Hendry, Ronnie O’Sullivan und John Higgins ist er der vierte Spieler, der diese Schallmauer erreicht. In der zweiten Runde zeigte sich Robertson erheblich frischer als noch am Tag zuvor bei seinem Auftaktsieg in Wales.

Nach der 135 gewann Neil Robertson auch den zweiten Frame zu Null. Dann jedoch fand Joyce, der den Australier zuletzt zweimal besiegt hatte, auch ins Spiel und glich so zum 2:2 aus. Die Partie war offen geworden. Joyce hätte sogar seinen dritten Frame in Folge holen können, doch als er Schwarz verschoss machte Robertson dank einer Clearance von 42 Punkten das 3:2. Der sechste Frame wurde auf Schwarz entschieden: Joyce hatte den schweren braunen Ball gelocht, snookerte sich dabei aber auf Blau. Robertson gewann das Safe-Duell und räumte die letzten drei Farben zum Sieg ab.

Video - Als vierter Spieler der Geschichte: Robertson knackt die 700

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Der Weltmeister war für seinen Gegner zu stark: Mit einem 4:0 über Billy Joe Castle stürmte Judd Trump in die dritte Runde der Welsh Open. Nach nur 57 Minuten war die einseitige Partie beendet. Vor allem in den ersten drei Frames machte Trump aus jeder Chance ein Frame entscheidendes Break. 71, 121 und 67 Punkten waren seine Serien, mit denen er seine Ansprüche anmeldete. Er trifft nun auf Igor Figueiredo, der Mark Davis mit 4:3 niederrang.

O'Sullivan mit Licht und Schatten

Licht und Schatten gab es erneut bei Ronnie O’Sullivan, der Stuart Carrington mit 4:2 schlug. Eine 60 hatte O’Sullivan das 1:0 gebracht, aber die nächsten beiden Frames holte sich der Mann aus Grimsby. O’Sullivan spielte jedoch sehr sachlich. So gewann er dann die nächsten beiden Durchgänge, auch weil Carrington nicht all seine Chancen nutzte. Im sechsten Frame beendete der Superstar die Partie dann mit einer 96.

Shaun Murphy war gegen Alfie Burden mit 2:3 in Rückstand geraten, setzte sich dann aber doch noch mit Breaks von 116 und 73 Punkten durch. Mark Williams landete mit 4:2 gegen Jordan Brown erneut einen Arbeitssieg. Als Brown mit 3:2 hätte in Führung gehen können, verschoss er Grün. Williams räumte die Farben ab und legte dann im sechsten Frame eine 65 vor. John Higgins behielt in der Wiederauflage des WM-Finales von 1998 klar die Oberhand und schlug Ken Doherty mit 4:1.

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Lichtenberg und Ursenbacher scheitern

Schwer tat sich Mark Selby, der sein 4:1 über Chen Zifan als "fürchterlich“ bezeichnete. Ding Junhui dagegen zeigte bei seinem 4:1 über Ricky Walden wieder bessere Form. Überzeugend agierte auch Matthew Stevens bei seinem 4:0 über Brandon Sargeant. Das Comeback des Tages schaffte Anthony Hamilton, der nach einem 0:3-Rückstand gegen Lu Haotian noch mit 4:3 gewann.

Beide deutschsprachigen Akteure scheiterten am Mittwoch in Cardiff. Simon Lichtenberg war gegen Dominic Dale zwar mit 2:0 in Führung gegangen, doch mit einer 123 leitete der Waliser die Wende ein und setzte sich mit 4:2 durch. Alexander Ursenbacher verlor gegen Noppon Saengkham gar mit 1:4. Im fünften Frame hatte der Schweizer zwar eine 53 geschafft, aber Saengkham setzte sich auf die Farben doch noch durch.

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