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O’Sullivan mit neuer Pomeranze, Wilson mit Maximum und ein müder Robertson

O’Sullivan mit neuer Pomeranze, Wilson mit Maximum und ein müder Robertson

12/02/2020 um 08:21Aktualisiert 12/02/2020 um 08:31

Ronnie O’Sullivan startete in Cardiff trotz einer neuen Pomeranze mit einer sehr ordentlichen Leistung bei seinem 4:1 über Zhang Jiankang in die Welsh Open. Der viermalige Champion steht in Wales unter Druck. Er braucht einen guten Lauf in dieser Woche, um sich für die Players Championship in der nächsten Woche und auch die Tour Championship später im März zu qualifizieren.

Im ersten Frame brauchte Ronnie O’Sullivan noch zwei Anläufe, um dank Breaks von 46 und 51 Punkten in Führung zu gehen. Frame zwei entwickelte sich zunächst relativ zerfahren, aber mit einer 53 baute er seinen Vorsprung aus. Zhang Jiankang verkürzte dann zwar, aber der junge Chinese schaffte es nie, seinen Gegner entscheidend unter Druck zu setzen. Mit hervorragenden Breaks von 69 und 81 Punkten machte O’Sullivan nach 62 Minuten den Sieg perfekt.

Kyren Wilson sorgte für das Highlight des Tages: Gegen Jackson Page startete er mit einer 147, dem 156. Maximum-Break im Snooker und dem zweiten von Wilson. Doch trotz dieser Glanzleistung und obwohl er seine Führung anschließend auf 2:0 ausbaute, musste er kämpfen. Denn Page erkämpfte sich die nächsten drei Durchgänge; dabei profitierte der 18-jährige Waliser auch von Konzentrationsschwächen seines Gegners. Doch mit dem Rücken zur Wand machte der "Warrior“ einmal mehr seinem Spitznamen alle Ehre und drehte das Match noch.

Video - Wilson räumt ab: Das 156. Maximum-Break der Snooker-Geschichte

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Robertson siegt trotz Müdigkeit

Stehend K.o. stand Neil Robertson nach den Strapazen der letzten Wochen am Tisch. Prompt verlor er gegen Jamie Clarke den ersten Frame. Zwar glich der Australier sofort aus, aber Clarke holte sich die Führung zurück. Mit purer Willenskraft schaffte Robertson den erneuten Ausgleich, dank einer 71. Als er dann den fünften Frame auf Schwarz gewann, machte er anschließend mit einer 51 den Sieg perfekt. "Irgendwann setzte der Instinkt wieder ein“, erläuterte Robertson anschließend im Eurosport-Studio, wie er den Sieg doch noch geschafft hatte.

Der letzte, der das Ticket für die zweite Runde löste, war John Higgins. Der Schotte schlug Joe O’Connor, gegen den er im letzten Jahr zweimal verloren hatte, mit 4:1. Higgins machte auch eine Reihe von Fehlern, aber O’Connor nutzte seine Chancen nicht. "Ich hätte niemals 3:0 führen dürfen“, so Higgins im Anschluss. Zwar verkürzte O’Connor anschließend, doch in einem dramatischen fünften Frame schaffte Higgins auf Schwarz den Schritt in die Runde der letzten 64.

"Wurde Zeit, dass ich wieder einmal eine gute Leistung abliefere; musste auch sein gegen einen starken Gegner“, twitterte Mark Allen nach seinem 4:1 über Andrew Higginson. Der Nordire spielte dabei Breaks von 64, 57, 114 und 76 Punkten. Zhao Xintong schlug Graeme Dott überraschend klar mit 4:0. Nur 45 Minuten brauchte Zhao für den Triumph. Für Dott war das ein erheblicher Rückschlag bei seinem Kampf um die Rückkehr in die Top 16 der Rangliste.

Video - Auf den Teppich statt in die Tasche: O'Sullivan lässt einfache Rote liegen

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