Neil Robertson war in der Vorschlussrunde von Anfang an voll da. Mit einer 82 holte er den ersten Frame. Im zweiten Durchgang war der Anfangsball der einzige Stoß von Mark Selby, der sich danach eine 93 des Australiers anschauen durfte. Erst im dritten Frame fand der Weltmeister in das Spiel und verkürzte prompt mit kleineren Breaks auf 1:2. Der vierte Frame war dann ein typischer Selby-Frame: Er brauchte schon einen Snooker, glich aber trotzdem mit 79:78 aus.
Nach dem Interval hatte sich Neil Robertson von dem bitteren Frameverlust aber gut erholt. Als Mark Selby mit der Queuespitze vom Spielball abrutschte holte er sich mit einer 74 die Führung zurück und erhöhte dann dank einer 67 auf 4:2. Bei Selby keimte nach der 112 zum 3:4 noch einmal Hoffnung auf, aber als bei ihm im achten Frame ein Split nicht klappte, stellte Robertson mit einer 74 auf 5:3.
Ausgerechnet ein Safe-Fehler von Selby leitete dann im neunten Frame das Ende ein, als Robertson eine 71 zum Sieg spielte. Der Australier überzeugte im Halbfinale auf ganzer Linie und nutzte seine Chancen konsequent aus.
World Grand Prix
Higgins-Bezwinger schaltet auch Trump aus - Selby im Viertelfinale
16/12/2021 UM 00:21
Ronnie O'Sullivan konnte im Viertelfinale bei seinem 5:2 über Jimmy Robertson seinen Gegner lange nicht abschütteln. Vor dem Interval hatte O'Sullivan zweimal vorgelegt, aber Robertson schlug jeweils umgehend mit Breaks von 70 und 106 Punkten zurück. Nach der Pause drehte „The Rocket“ dann aber wie schon in den Runden zuvor auf.

"Das war glücklich!" Robertson gelingt Fluke gegen Selby

Bingham dominiert gegen Maguire

Nur 35 Minuten brauchte er, um die nächsten drei Frames zu gewinnen. Dabei spielte er Breaks von 80, 112 und 68 Punkten. Robertson holte in dieser Phase keinen einzigen Punkt mehr. O'Sullivan steht damit am Samstag bereits zum 86. Mal im Halbfinale eines Weltranglisten-Turnieres, öfter als jeder andere Profi.
Dank einer dominanten Leistung fertigte Stuart Bingham in seinem Viertelfinale Stephen Maguire mit 5:1 ab. Bingham war rasant mit Breaks von 53, 105 und 95 Punkten gestartet. Nur sieben Punkte hatte Maguire in dieser Phase geholt. Zur Pause führte der Weltmeister von 2015 mit 4:0. Das Match war praktisch entschieden.
Maguire konnte sich immerhin noch damit trösten, im fünften Frame mit einer 139 für das neue Top-Break beim World Grand Prix gesorgt zu haben.
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