Wie im Rausch: Stuart Bingham fertigt Selby mit vier Centuries ab

Stuart Bingham wie im Rausch: Bei seinem 5:2 im Achtelfinale des World Open gegen Mark Selby spielte er hintereinander Breaks von 108, 97, 114, 104 und 117 Punkten. Dabei war Bingham zunächst mit 0:2 in Rückstand geraten. Im ersten Frame verschoss er Blau, sodass Selby auf Schwarz das 1:0 holte und dann eine 86 zum 2:0 folgen ließ. Im dritten Frame kippte das Match dann aber.

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Bingham meinte nach dem Match im Interview mit World Snooker:
Im dritten Frame profitierte er vom Pech von Mark Selby: Der hatte eine lange Rote gelocht, aber der Spielball fiel dabei in die gelbe Tasche. Bingham nutzte die Chance zum ersten seiner vier Centuries. Im vierten Frame bestrafte er einen Safe-Fehler von Selby mit einer 97. Im sechsten Frame spielte Selby gar nur den Anfangsball. Als er dabei eine lange Rote liegen ließ war er für den Rest des Frames Zuschauer.
Im Viertelfinale trifft Stuart Bingham auf John Higgins. Der lief gegen Graeme Dott ständig einem Rückstand hinterher, setzte sich aber am Ende mit 5:4 durch. Fünf Breaks von mehr als 50 Punkten spielte Higgins dabei.

Trump kämpft sich ins Viertelfinale

Judd Trump erreichte erst nach einem dramatischen und spannenden Entscheidungsframe mit 5:4 gegen Joe Perry das Viertelfinale. Beide hatten im Decider Chancen. Am Ende verschoss Perry aber Pink von der kurzen Bande. Trump lochte den Ball und war damit weiter. Zuvor hatten sich die beiden ein hochklassiges Match geliefert. Zu Beginn spielte Trump überragend und ging mit Top-Breaks von 135 und 74 Punkten mit 3:0 in Führung.
Im vierten Frame aber kippte das Match: Nun holte Perry vier Frames in Folge und spielte dabei Breaks von 123, 70 und 129 Punkten. Im achten Frame vergab Perry aber seine Chance, als er Rot auf die Mitte verschoss. Trump glich aus und holte dann auch den Decider. Am Freitag ist nun Michael Holt sein Gegner. Der schlug Ding Junhui mit 5:1 und steht zum ersten Mal seit der China Championship 2016 bei einem normalen Ranglisten-Turnier wieder unter den letzten acht.

Gilbert besiegt Allen

David Gilbert erreichte das Viertelfinale in Yushan durch ein 5:3 über Mark Allen. Dabei hatte Allen in den ersten drei Frames Breaks von 85 und 113 Punkten gespielt. Der vierte Frame dauerte 45 Minuten, aber Gilbert schaffte den für ihn so wichtigen Ausgleich zum 2:2 und startete nach dem Interval mit Breaks von 71 und 77 Punkten durch.
Allen kämpfte sich zwar noch einmal heran, aber im zerfahrenen achten Frame machte Gilbert den Sieg perfekt. Er trifft am Freitag auf Thepchaiya Un-Nooh, der bei seinem 5:3 über Akani Songsermsawad erneut mit einer Reihe hoher Breaks überzeugte.

Wilson vs. Yuelong

Außerdem treffen im Viertelfinale Kyren Wilson und Zhou Yuelong aufeinander. Wilson schaffte bei seinem 5:1 über Jack Lisowski zwei Centuries und drei weitere Breaks von mehr als 70 Punkten. Zhou Yuelong überzeugte bei seinem 5:2 über Ai Carter aber auch mit Breaks von 134, 131 und 70 Punkten. Carter hatte zwischenzeitlich mit einer 141 auf 2:3 verkürzt. Das war das 300. Century des „Captain“; er ist der 22. Spieler, der diese Marke erreichte.
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