Jonathan Rea startete mit seiner Kawasaki von der Pole ins erste Rennen. In der Superpole am Samstagvormittag hatte Rea in 1:30.947 Minuten einen neuen Rundenrekord aufgestellt. Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu und Ducati-Pilot Michael Rinaldi komplettierten die erste Startreihe. Philipp Öttl (GoEleven-Ducati) ging von Position 16 ins Samstags-Rennen.
Die 25 WSBK-Piloten fanden trockene Bedingungen vor, doch am Himmel zogen einige dunkle Wolken über das Autodrom Most. Es war deutlich kühler als in den Trainings am Freitag. Alle Fahrer fuhren mit dem SC0-Hinterreifen, weil Pirelli den SCX-Reifen nicht anbot.
Bereits beim Start in die Aufwärmrunde kam es zu einer Schrecksekunde. Yamaha-Werkspilot Andrea Locatelli verschätzte sich beim Anbremsen der Schikane und musste durch den Notausgang fahren.
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Beim richtigen Start setzte sich Toprak Razgatlioglu durch. In der Schikane mussten mehrere Fahrer geradeaus fahren. Wenig später landete Andrea Locatelli im Kies, weil er zu aggressiv zu Werke ging. Der Italiener fiel bis auf die sechste Position zurück.

Berührung von Rea und Razgatlioglu

Toprak Razgatlioglu kam als Führender aus der ersten Runde. Jonathan Rea lag in Schlagdistanz. Alvaro Bautista, der von Startplatz vier ins Rennen ging, fuhr auf Position drei. Der Spanier hatte aber Mühe, dem Führungsduo zu folgen.
Zu Beginn der dritten Runde touchierte Jonathan Rea in der Schikane das Hinterrad von Toprak Razgatlioglus Yamaha. Die Berührung hatte keine Folgen. Das Rennen beruhigte sich nach dieser Schrecksekunde etwas.

Rea übernimmt nach hartem Duell die Führung

In Runde fünf wechselte die Führung. Jonathan Rea bremste sich in Kurve 15 (Matador-Bogen) vorbei, doch Toprak Razgatlioglu startete einen Konter. Durch das Duell kam Alvaro Bautista näher heran und lag in Schlagdistanz.
Eine Runde später wiederholte Jonathan Rea das Manöver in Kurve 15. Toprak Razgatlioglus Konter am Ende der Geraden führte nicht zum Erfolg. Rea führte das Rennen vor Razgatlioglu und Bautista an. Knapp drei Sekunden hinter den Top 3 führte Axel Bassani die Verfolgergruppe an, in der auch Scott Redding, Andrea Locatelli, Michael Rinaldi und Alex Lowes fuhren.

Regentropfen bringen die Reihenfolge durcheinander

Zu Beginn von Runde neun bremste sich Toprak Razgatlioglu in der Schikane erneut in Führung. Alvaro Bautista beobachtete das Duell von Position drei aus. Es wurden weiße Flaggen geschwenkt, die Regen signalisierten. Alvaro Bautista nutzte das Chaos und übernahm die Führung.
Die Verfolgergruppe kam in großen Schritten näher an die Top 3 heran. Scott Redding stellte mit seiner BMW zur Rennhalbzeit den Anschluss an die Spitze her. Und auch Motocorsa-Ducati-Pilot Axel Bassani hatte die Führungsgruppe in Sicht.
Zehn Runden vor Rennende führte Alvaro Bautista das Rennen an. Jonathan Rea, Toprak Razgatlioglu und Scott Redding komplettierten die Führungsgruppe, die innerhalb einer halben Sekunde fuhr.

Redding auf dem Vormarsch

BMW-Pilot Scott Redding nutzte die schwierigen Bedingungen und arbeitete sich durch die Führungsgruppe. Zuerst setzte er sich in Kurve 20 gegen Toprak Razgatlioglu durch und zog später beim Anbremsen der Schikane an Jonathan Rea vorbei. Redding war der schnellste Fahrer im Feld und hatte nur noch die Ducati von Bautista vor sich.
Doch Bautista kontrollierte das Rennen und reagierte auf Reddings Zeiten. Drei Runden vor Rennende vergrößerte sich der Abstand auf knapp eine Sekunde. Redding kämpfte hart. Dahinter wurde ebenfalls hart gekämpft. Razgatlioglu bremste sich erneut an Rea vorbei und übernahm die dritte Position.

Bautista beschert Ducati das 1.000. WSBK-Podium

In der Schlussphase vergrößerte sich Bautistas Vorsprung. Der WM-Leader gewann das Samstags-Rennen und baute damit seine Führung in der Meisterschaft weiter aus. Durch den Sieg feierte Ducati das 1.000. Podium in der Meisterschaft.
Um Platz zwei wurde in der letzten Runde hart gekämpft. In Kurve 13 bremste sich Razgatlioglu aggressiv an Redding vorbei und schob den Briten von der Strecke. Rea wollte die Chance nutzen und sich ebenfalls an Redding vorbeidrücken. Redding verteidigte Platz drei und fuhr aufs Podium. Rea kam nur auf Position vier ins Ziel.
Doch Redding war alles andere as zufrieden mit dem Manöver von Razgatlioglu. In der Auslaufrunde und später im Parc Ferme diskutierten die beiden Streithähne über das Manöver in Kurve 13.
Axel Bassani beendete das Rennen auf der fünften Position und war bester Nicht-Werksfahrer. Andrea Locatelli, Michael Rinaldi, Iker Lecuona (Honda), Alex Lowes und Garrett Gerloff (GRT-Yamaha) komplettierten die Top 10.
Philipp Öttl kam als 13. ins Ziel. Der Deutsche hatte nach 22 Runden einen Rückstand von 27,4 Sekunden und kassierte drei Punkte für die Meisterschaft.
Am Sonntag folgen das Superpole-Rennen und Lauf zwei.
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