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"Ist mir zu billig": Thiems Vater verteidigt Djokovic

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Dominic Thiem (li.) und Novak Djokovic (re.) bei der Adria Tour

Fotocredit: Getty Images

VonAlice Jo Tietje
04/07/2020 Am 11:41 | Update 04/07/2020 Am 12:15
@SportslandAlice

Für die von ihm organisierte Adria Tour und die Folgen steht Novak Djokovic stark in der Kritik. Nun bekommt die Nummer eins Unterstützung von Dominic Thiems Vater. "Djokovic zu verdammen und zu sagen, er hat es verbockt, das ist mir zu billig", erklärte Wolfgang Thiem im Interview mit der "Presse". Sein Sohn will sein Preisgeld derweil spenden, gab der Österreicher bekannt.

Bei der Adria Tour in Belgrad und in Zadar waren Bilder aufgetaucht, wie die Spieler, darunter auch Dominic Thiem, in einem Nachtklub oberkörperfrei tanzten. Und auch sonst kamen sich die Profis und ihre Fans bei dem Charity-Event sehr nah und sorgten für ungewohnte Szenen in Coronazeiten. Dabei hielten sie sich allerdings an die Vorgaben, die in Kroatien und Serbien herrschten.

"Natürlich war das Tanzen in der Disco nicht optimal, aber Djokovic hat grundsätzlich nichts Böses gemacht", verteidigt Wolfgang Thiem den Serben: "Man war einfach zu schlampig, zu euphorisch."

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Thiem will Preisgeld spenden

Er heiße es natürlich nicht gut, was bei der Adria Tour passiert sei, erklärte der Vater der Nummer drei der Welt, die das Turnier in Belgrad gewann und anschließend nicht mit nach Zadar reiste. Während der Station in Kroatien wurden die ersten positiven Corona-Tests von Spieler bekannt, das Turnier daraufhin abgeblasen. Auch Djokovic wurde in der Folge positiv getestet und für seinen lässigen Umgang mit der Gesundheitslage stark kritisiert worden.

Laut Thiem Senior dürfe man aber nicht vergessen, dass im Vordergrund der Veranstaltung der wohltätige Zweck gestanden habe: "Mir ist es lieber, es gibt ein paar Coronafälle mehr, aber dafür werden ein paar Tausend Euro für eine Kinderkrebsklinik gesammelt."

"Das Event wäre unter einem ganz anderen Stern gestanden, wenn der Sieger 300.000 Euro eingesteckt hätte", führt er seine Ansichten aus. Es würde bei den Profis mit zweierlei Maß gemessen, denn während alle auf dem Turniergelände Mundschutz getragen hätten, würden zeitgleich vier Millionen Leute am Strand herum liegen und "das passt doch nicht zusammen."

Thiem selbst hatte sich bereits kurz nach dem Turnier auf Instagram entschuldigt und sprach am Donnerstag im "ORF" erneut von einem "Riesenfehler". Es sei jetzt aber das Wichtigste, "aus unseren Fehlern zu lernen."

Sein Preisgeld aus Belgrad will er spenden und plant mit den "Thiems 7" bereits sein eigenes Charity-Event. Beim Turnier, das am 7. Juli startet, sollen bis zu 500 Zuschauer erlaubt sein.

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