Alexander Zverev findet klare Worte zur Kritik von Boris Becker an ihm und seinem Umfeld: "Ist mir inzwischen latte"

Alexander Zverev gibt nach eigener Aussage nichts mehr auf die Meinung von Boris Becker. "Ich glaube, dass er so ein bisschen nach Aufmerksamkeit sucht - und die bekommt er über mich. Das ist leider so. Aber das ist mir inzwischen latte", erklärte der Weltranglistendritte gegnüber der "Bild am Sonntag". Becker hatte zuletzt besonders in seinem Podcast mit Andrea Petkovic Kritik an Zverev geäußert.

Zverev hadert mit nächster Verletzung

Quelle: SID

Es waren nur wenige Worte, die der Weltranglistendritte Alexander Zverev über den einstigen Wimbledon-Champion Boris Becker verlor, doch die saßen. Von der von vielen Fans erhofften Zusammenarbeit jedenfalls scheinen die beiden aktuell größten Namen im deutschen Tennis im Oktober 2025 meilenweit entfernt.
Bei Zverev, das wird derzeit nicht nur anhand recht undiplomatischer Aussagen deutlich, regiert im Herbst einer bislang enttäuschenden Saison der Frust. "Dieses Jahr ist einfach zäh - sobald man das Gefühl hat, gutes Tennis zu spielen, kommt der nächste Rückschlag", erläuterte er und sparte auch nicht an Selbstkritik: Er habe teilweise sogar "richtiges Kack-Tennis" gezeigt.
Schmerzhafte Niederlagen, frühe Ausscheiden, nur ein Titelgewinn in diesem Jahr beim Sandplatz-Turnier in München, Verletzungsprobleme. All das veranlasste Becker kürzlich dazu den Hamburger recht treffend als "Sorgenkind" zu bezeichnen.
Zverev sei "weit entfernt" von der Weltspitze und beschäftige sich - "vielleicht auch um von seinen eigenen Schwächen abzulenken" - zu sehr mit Nebenschauplätzen.

Zverev nimmt Becker die Sorgen nicht ab

Die Aussagen stammen aus der jüngsten Ausgabe des Podcasts "Becker Petkovic", ein Organ, das die Tennis-Ikone zuletzt häufiger nutzte, um den Finger in verschiedene Wunden zu legen - was Zverev so gar nicht schmeckt. "Ich glaube, dass er sich relativ wenig Sorgen um mich macht, um ehrlich zu sein", äußerte der Hamburger.
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Boris Becker (li.) im Gespräch mit Alexander Zverev (re.)

Fotocredit: Imago

Das Verhältnis ist spürbar abgekühlt. Dabei roch es noch vor nicht allzu langer Zeit danach, dass es zu einer beruflichen Zusammenarbeit kommen könnte; dass der sechsmalige Grand-Slam-Sieger doch noch als Coach versuchen dürfte, den auf Major-Ebene noch immer Ungekrönten zur Erfüllung seines Traumes zu führen: Im April nämlich, als die beiden gemeinsam in Monte-Carlo auf dem Tennisplatz standen.
"Wenn etwas passiert, lassen wir es euch wissen", sagte Zverev damals, und dass Becker und er eine "super Verbindung" hätten. Konkreter aber wurde es nicht, und nun, sechs Monate später, erscheint eine Zusammenarbeit in etwa so realistisch wie ein siebter Grand-Slam-Titel Beckers.

Zverev und Djokovic - ein Unterschied wie Tag und Nacht

Dabei verfügt der 57-Jährige, dessen Kritik an Zverev meist legitim daherkommt, als sogenannter Supercoach über eine stattliche Reputation. Immerhin führte er Rekordspieler Novak Djokovic zu sechs seiner 24 Grand-Slam-Titel.
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Novak Djokovic und Boris Becker

Fotocredit: Getty Images

Djokovic hat sein Umfeld im Laufe seiner Karriere immer wieder verändert - auch um Reibung zu erzeugen und an unbequemen Meinungen zu wachsen. Zverev hingegen, die meiste Zeit seiner Karriere von seinem Vater Alexander Senior gecoacht, ist schon lange mit einem kaum veränderten Team unterwegs.
Dabei hält sich beim geneigten Beobachter hartnäckig das Gefühl, dass es Zverev guttäte, wenn eine externe Person hinzukäme, um gelegentlich auf den Tisch zu hauen - und sei es mit der Becker-Faust.

Zverev-Fahrplan: ATP Finals das Ziel

Wie es nun weitergeht mit Zverev? Nach dem hochdotierten Ausflug zum Showturnier Six Kings Slam in Saudi-Arabien ("Es gibt einen Grund, warum jeder der Top 5 mitspielt"), spielt der 28-Jährige noch in Wien und beim Masters in Paris.
Dann wird er sich ziemlich sicher für das Saisonfinale der besten acht Spieler des Jahres in Turin qualifizieren - und danach noch bei der Davis-Cup-Finalrunde in Bologna erstmals seit Anfang 2023 wieder für das deutsche Team spielen? "Wenn ich fit bin, überlege ich es mir wirklich."
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(SID)
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Zverev trotz Satzführung raus gegen Rinderknech - die besten Szenen

Quelle: SNTV


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