Alexander Zverev machte nie einen Hehl daraus, dass ihm die Davis-Cup-Reform aus dem Jahr 2019 gegen den Strich geht.
Nachdem sich eine Investmentfirma um Fußballprofi Gerard Piqué die Rechte an dem Traditionswettbewerb gesichert hat, wird dieser in einem neuen Format mit einer Qualifikationsrunde und einer Finalrunde ausgespielt. In diesem Jahr geht der Davis Cup von 25. November bis 5. Dezember in Madrid, Innsbruck und Turin über die Bühne. Gruppenphase und Viertelfinals finden in allen drei Städten statt, Halbfinals und Finale dann nur noch in Madrid.
Zverev hat bereits vor Monaten angekündigt, nicht teilzunehmen. "Sobald es das alte Format wieder gibt, mit Heimvorteil und einem Duell am Wochenende bin ich dabei", erklärte der 24-Jährige in der "Sport Bild".
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Schon Ende April hatte Zverev im Rahmen des ATP-Turniers von München klargestellt, dass er es "nicht in Ordnung" finde, "wenn jemand reinkommt und versucht, Tennis-Geschichte einfach kaputtzumachen und ein neues Turnier mit Geld so herauszustellen".

Bresnik lobt Zverev und schimpft auf "depperte sozialen Medien"

Bresnik, der während seiner Trainer-Laufbahn Dominic Thiem zum Weltklassespieler formte, sieht es ähnlich. "Die Meinung von Zverev ist legitim. Man wird in der Umkleidekabine kaum jemanden finden, der nicht sagen würde: Das ist kein Davis Cup mehr. Es mag ein schönes Tennis-Event sein, aber mit dem Davis Cup hat es nichts zu tun", wetterte der 60-Jährige im Interview mit "tennisnet.com".

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Er finde es gut, dass Zverev kein Blatt vor den Mund nehme und klare Haltung zeige. "Das wird den Sportlern aktuell ja auch nicht mehr so leicht gemacht, weil man in den depperten sozialen Medien sofort mit einem Shitstorm rechnen muss", so Bresnik.

Deutschland beim Davis Cup gegen Serbien und Österreich

In Madrid, Innsbruck und Turin kämpfen derweil 18 Mannschaften in sechs Dreiergruppen um die Krone im Davis Cup. Deutschland bekommt es in Gruppe F in Innsbruck mit Gastgeber Österreich und Serbien um Superstar Novak Djokovic zu tun.
Team-Kapitän Michael Kohlmann hat Jan-Lennard Struff, Peter Gojowczyk, Dominik Koepfer und das Olympia-Doppel Kevin Krawietz/Tim Pütz nominiert - und geht optimistisch ins Turnier. "Unser Anspruch ist es, auch einen Novak Djokovic zu schlagen. Das muss in die Köpfe der Spieler rein", so der 47-Jährige.
Zverev reist indes nach seinem Triumph bei den ATP Finals in den Urlaub auf die Malediven und lässt den Davis Cup Davis Cup sein ...
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