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Alexander Zverev und Giovanni Mpetshi Perricard sind die Herren der Asse - verändert sich das ganze Tennis-Spiel?
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Update 09/12/2024 um 21:46 GMT+1 Uhr
Alexander Zverev hat das Jahr auf Platz zwei der Weltrangliste beendet, höher als jemals zuvor. Einer der wichtigsten Faktoren dabei: sein Aufschlag. Der gilt als der Beste der Tour, wie die Statistiken der ATP nahelegen. Zverev wird im sogenannten Serve Rating auf Rang eins geführt - direkt vor einem Rookie, der nach Meinung von Andy Roddick mit seinem Service das ganze Spiel verändern könnte.
Mpetshi Perricard secures second ATP title after straight set win over Shelton in Basel
Quelle: SNTV
Kein Aufschlag, kein Erfolg. Alexander Zverev ist sich bewusst, dass er nur dann nach den großen Trophäen greifen kann, wenn beim Service alles passt. "Der Aufschlag kostete mich das US-Open-Finale und andere Grand Slams", gab der Hamburger dieses Jahr in Wimbledon unumwunden zu.
Bei seiner Größe von 1,98 Meter sollte das Service eine "Stärke sein, aber es war meine Schwäche", führte Zverev aus. Die logische Konsequenz: Er habe "viel daran gearbeitet".
Von Schwäche kann anno 2024 längst keine Rede mehr sein, im Gegenteil: Der 27-Jährige hat die Saison mit dem höchsten Serve Rating (300,3) abgeschlossen.
In diesen Wert fließen Parameter wie die Zahl der Asse, der Doppelfehler oder die Punktquoten über den ersten und zweiten Aufschlag ein.
Zverev und Mpetshi Perricard führen bei Assen
Dicht hinter Zverev folgt einer, der vor Beginn des Jahres fast nur Experten ein Begriff war: Giovanni Mpetshi Perricard.
Der Franzose ging als Nummer 205 des ATP-Rankings in die Saison, am Ende hatte er seine ersten beiden Tour-Titel (Lyon, Basel) auf dem Konto - und ist in der Weltrangliste an Position 31 notiert.
Wie bei Zverev ist bei Mpetshi Perricard der Aufschlag die schärfste Waffe. Um das zu erkennen, reicht schon ein Blick auf eine spezielle Statistik: Während der Deutsche die meisten Asse in diesem Jahr geschlagen hat (797), kommt der 21-jährige Franzose auf den höchsten Schnitt. 19,5 Asse pro Match feuert Mpetshi Perricard übers Netz. Ein Fabelwert.
Roddick: Mpetshi Perricard hat zwei erste Aufschläge
"Er ist der erste Spieler, der statistisch gesehen nur zwei erste Aufschläge schlägt", staunte Andy Roddick in seinem Podcast "Served with Andy Roddick" über den Franzosen, der seinen ersten gerne mit über 230 km/h und seinen zweiten oft mit 210 km/h seinen Gegnern um die Ohren haut.
Im Endspiel von Basel hatte Mpetshi Perricard im Tiebreak des zweiten Satzes sogar mit dem zweiten Aufschlag mit knapp 230 km/h serviert.
"Die Statistik, die mich umgehauen hat, war die, dass er im gesamten Match gegen Shelton beim zweiten Service auf 207 km/h im Schnitt kam", staunte Roddick.
Roddick zieht Vergleich mit Conners, Becker und Nadal
Der US-Amerikaner zog daraus einen spektakulären Schluss. "Es kommt die Zeit, in der Leute das Spiel verändern. Ich denke an Jimmy Connors, der mit dem 'Wilson T2000' (ein Tennisschläger, Anm. d. Red.) groß herauskam, an Boris Becker, der sich mit seinem Aufschlag den Weg in Wimbledon bahnte. Dann gab es Rafael Nadal, der die Umdrehung der Bälle beim Schlag veränderte", erläuterte Roddick.
Ein gewagter Vergleich zwischen dem jungen Mpetshi Perricard und den drei Legenden.
Unbestritten aber gehört der Franzose zu den Aufsteigern des Jahres. In der "Disziplin" Aufschlag ist er bereits in der Spitze seines Sports angekommen.
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Zverev: "War dieses Jahr wieder konkurrenzfähig"
Quelle: Perform
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