Alex Corretja exklusiv: Jannik Sinner ist "im Moment eine perfekte Maschine" - Eurosport-Experte adelt Italiener
VonLukas Fegers
Update 04/12/2024 um 09:53 GMT+1 Uhr
Australian Open, US Open, ATP Finals: Mit zwei Grand-Slam-Titeln und dem Coup beim prestigeträchtigen Saisonabschluss in Turin untermauerte Jannik Sinner in diesem Jahr seinen Status als aktuell bester Tennisspieler der Welt - und ließ sich dabei auch von der Doping-Posse um seine Person nicht aus dem Konzept bringen. Eurosport-Experte und Ex-Profi Álex Corretja ist von Sinners Aura beeindruckt.
Highlights: Sinner-Sause! Italiener erfüllt sich Traum vom Heimsieg
Quelle: SNTV
Der Weltranglistenerste aus Italien sei "im Moment eine perfekte Maschine", sagte der 50-jährige Spanier.
Sinner spiele "so schnell, wie man nur spielen kann", führte Corretja aus: "Er schlägt den Ball so sauber, wie man es nur tun kann. Seine Vorhand hat sich so sehr verbessert. Seine Rückhand ist einfach fantastisch."
Auch der Aufschlag des 23-Jährigen sei "jedes Mal so präzise, wenn er ihn braucht", lobte Corretja, gleiches gelte für seinen Return.
Damit nicht genug: Sinners Beinarbeit sei ebenfalls "einfach unglaublich, weil er so schnell ist", betonte der zweimalige French-Open-Finalist und kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.
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Für Alex Corretja (l.) spielte Jannik Sinner ein Jahr wie aus dem Lehrbuch.
Fotocredit: Getty Images
Der 1,92 m große Südtiroler sei "immer hinter dem Ball, bereit, den Ball zu schmettern". Die Härte bei seinen Schlägen stimme, so Corretja, und auch seine Angriffe am Netz hätten sich verbessert.
Sinner wie ein Marathonläufer
Sinners Gegner beneidet Corretja nicht, auch wegen dessen Pferdelunge. "Es ist so schwierig, das Niveau gegen ihn zu halten, weil er wie ein Marathonläufer ist, vom Anfang bis zum Ende - und er gibt einfach Vollgas", schilderte Corretja: "Die Spieler haben also Mühe, ihm zu folgen, und sie wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen."
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Davis Cup : Sinner guides Italy to Davis Cup glory against Netherlands ( SNTV )
Quelle: Eurosport
Das Fazit, das der frühere Tennisprofi aus Sinners Fabel-Jahr zieht, verwundert daher wenig: "Er ist fast unschlagbar."
Wo Sinner noch Luft nach oben hat
Sinners aktuelle Dominanz spiegelt sich auch in der ATP-Weltrangliste wider. Diese führt der Italiener mit 11.830 Punkten deutlich an - mit fast 4.000 Zählern Vorsprung auf den zweitplatzierten Alexander Zverev (7915).
Dass sich Sinner darauf ausruhen wird, scheint aber ausgeschlossen. Corretja ist sich sicher, dass die Nummer eins der Welt ihr Spiel noch verbessern wird. Unter anderem bei den Volleys und der "Art und Weise, wie er ans Netz kommt".
Auch beim Return, so Corretja, werde Sinner vielleicht "ein bisschen mehr drücken, weil er das kann, und dann vielleicht einen Schritt nach vorne machen".
Daran, dass der Italiener körperlich so weitermachen wird, hegt Corretja keine Zweifel: "Er wird immer besser werden, denn ich glaube, er hat den Willen und das Talent, das zu tun. Ich erwarte, dass er eine sehr starke Saison 2025 spielen wird."
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