Andy Murray - neue Erfolge dank Rückkehr zu Ivan Lendl? Das sagen Àlex Corretja und Justine Henin

Die Entscheidung von Andy Murray, wieder mit seinem ehemaligen Trainer Ivan Lendl zusammenzuarbeiten, hat in der Tenniswelt für Erstaunen gesorgt. So etwa bei den beiden Ex-Champions Àlex Corretja und Justine Henin, die sich exklusiv bei Eurosport geäußert haben. "Ich war überrascht, muss ich zugeben", so der ehemalige Weltranglistenzweite. Henin macht sich indes über die Zielstellung Gedanken.

Murray's 'last dance' with Lendl fuelled by belief he can still win, says Corretja

Quelle: Eurosport

Der dreifache Grand-Slam-Turniersieger Andy Murray lässt sich viereinhalb Jahre nach der Trennung wieder vom achtmaligen Grand-Slam-Champion Ivan Lendl coachen.
Es wird alles andere als ein Selbstläufer, auch wenn das prominente Duo während der gemeinsamen Zeiten von 2011 bis 2014 und 2016 bis 2017 große Erfolge einfuhr. Gemeinsam holten Murray und Lendl die Titel bei den US Open und zweimal in Wimbledon - obendrauf gab es Olympia-Gold in London und Rio de Janeiro.
Doch die Zeiten haben sich geändert. Murray stand nach massiven Hüftproblemen vor dem Karriereaus, kämpfte sich aber zurück auf die Tour. Aktuell liegt der Schotte auf Platz 88 der Weltrangliste.
Der bis dato letzte Turniersieg datiert aus dem Oktober 2019 (Antwerpen), in Sydney setzte der Routinier in dieser Saison mit dem Einzug ins Finale allerdings ein dickes Ausrufezeichen. Dennoch: Im Hinblick auf die Leistungsstärke überwiegen die Fragezeichen.

Corretja: Das bereitet mir bei Murray Sorgen

"Wird es funktionieren?", fragt deshalb Justine Henin im Gespräch mit Eurosport und meint damit die dritte Kooperation zwischen Murray und Lendl.
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'Lendl and Murray working together again is a surprise' - Henin

Quelle: Eurosport

Die Antwort liefert die siebenfache Grand-Slam-Championesse aus Belgien gleich mit. "Es liegt an den Zielen, die Andy für die Zusammenarbeit definiert." Genau das ist der Knackpunkt. Murray ist noch immer in der Lage, punktuell auf höchstem Level zu spielen. "Die Frage ist, ob er ein hohes Niveau über fünf, sechs oder sieben Matches in einem Turnier halten kann. Das ist die einzige Sorge, die ich bei ihm habe", gibt Àlex Corretja im Eurosport-Interview zu.
Tatsächlich ist es aktuell schwer vorstellbar, dass Murray dauerhaft auf Topniveau agieren kann. Er selbst sieht das freilich anders, wie Corretja vermutet. "Meine erste Reaktion war: Andy glaubt immer noch daran, dass er ein Champion sein kann, denn sonst kehrt man nicht zu seinem ehemaligen Trainer zurück, mit dem man die wichtigsten Turniere seiner Karriere gewonnen hat", erläutert der Spanier, der während seiner Laufbahn 17 ATP-Titel holte und zweimal im Endspiel der French Open stand.
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Murray nimmt Stellung: "Wäre besser für den Sport, wenn Novak spielt"

Quelle: SNTV

"Ich möchte das Beste aus dem herausholen, was ich kann - und zwar solange ich es noch kann", hatte Murray im Dezember gegenüber Eurosport erklärt. "Die Tatsache, dass ich mich trotz Metallhüfte immer noch mit den besten Spielern der Welt messen kann, darauf bin ich stolz." Die nächste Gelegenheit dazu biete sich bereits beim Masters von Indian Wells, das am 10. März beginnt und den 34-Jährigen mit einer Wildcard ausgestattet hat.

Lendl und Murray arbeiten auf "letzten Tanz" hin

Die Tatsache, dass Lendl sich bereit erklärt habe, mit Murray zu arbeiten, deutet nach Ansicht von Corretja darauf hin, dass es dem Duo nicht nur darum geht, in einzelnen Matches zu überzeugen. "Ivan hat angenommen, weil er wahrscheinlich im Gespräch mit Andy das Gefühl hatte, dass der immer noch den Wunsch hat, etwas Wichtiges zu erreichen", glaubt der Eurosport-Experte.
Er könne sich nicht vorstellen, "dass Lendl zu einem Turnier fliegt, wenn er nicht das Gefühl hat, dass er Andy helfen kann, etwas Großes zu erreichen". Aus Sicht von Corretja gehe es der tschechischen Tennis-Legende nicht darum, Murray dauerhaft in höchste Höhen zu führen, sondern darum, beim "letzten Tanz" dabei zu sein, beim letzten großen Coup. "Daraus zieht er meiner Meinung nach seine Motivation", sagt der 47-Jährige.
Murray und Lendl haben sich einem ehrgeizigen Projekt verschrieben, aber vielleicht gelingt es ja, die Zeit auf dem Tennisplatz tatsächlich noch einmal ein Stück zurückzudrehen.
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Murray über Zukunftspläne: "Versuche zu spielen, solange es geht"

Quelle: Perform

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