Andy Roddick verteidigt Jannik Sinner nach Madrid-Sieg gegen Langeweile-Kritik: "Dann schaut er nicht richtig hin ..."

In der Abwesenheit von Carlos Alcaraz dominierte Jannik Sinner das Masters in Madrid. Im Finale schlug der Weltranglistenerste mühelos Alexander Zverev 6:1, 6:2 und baute seine Führung im Ranking aus. Kritik an Sinners Spielstil ließ Andy Roddick danach nicht zu. "Wenn einer sagt, er finde Sinner langweilig, schaut er nicht richtig hin", meinte der US-Open-Sieger von 2003 im Podcast "Served".

Zverev bekommt Lehrstunde im Finale gegen Sinner - Highlights

Quelle: SNTV

"Wenn man so jung und so erfolgreich ist, könnte man stur werden und sagen: 'Besser brauche ich nicht zu werden.' Sinner ist jetzt allerdings ein kompletterer Spieler als im letzten September", analysierte der US-Amerikaner.
Vor allem beim Aufschlag habe Sinner "einen großen Schritt nach vorn gemacht. Dieser ist nun präziser, kommt öfter und ist von den Gegnern kaum zu lesen." Gemeinsam mit seinen Trainern Simone Vagnozzi und Darren Cahill arbeitete der 24-Jährige trotz seiner mittlerweile vier Grand-Slam-Titel an seinem Spiel.
"Wenn ich mich daran erinnere, wie Sinner vor vier Jahren spielte, und ich ihn jetzt sehe, ist der Unterschied riesig", meinte Roddick. Seit diesen Anfängen habe der Südtiroler "von den Besten dazugelernt. Die Ballverteilung von Novak Djokovic, die Stoppbälle von Alcaraz. Es ist absurd."
In Madrid habe Sinner nicht nur Zverev, sondern im Halbfinale auch Arthur Fils (6:2, 6:4) geradezu "demontiert", urteilte der 43-Jährige. Dabei erkannte die Nummer eins der Welt jeweils die Schwächen des Gegenübers und passte das eigene Spiel dementsprechend an.

Roddick sieht Sinner in Rom als Favorit

"Fils zwang er zu endlosen Rückhandduellen. Er stand nah an der Grundlinie und raubte ihm Zeit", blickte Roddick auf das Duell gegen den jungen Franzosen. Zverev habe er hingegen "mit ständigen, plötzlichen Richtungsänderungen überrascht".
Sinner wirke oftmals "immun gegen äußere Einwirkungen. Wäre er nicht bereit und fit genug, in Rom anzutreten, würde er das nicht tun".
Für das Masters in Sinners italienischer Heimat hat der Ex-Profi daher erneut einen klaren Favoriten: "Ich sehe nicht, wie jemand ihn aufhalten soll." Sollte der 24-Jährige auch in Rom gewinnen, wäre es sein sechster Master-Sieg in Serie. Ein weiterer Rekord.
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Top 5: Djokovic und Sinner reißen die Hütte ab

Quelle: Eurosport


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