Angelique Kerber stellt sich neu auf und will wieder um Titel spielen - ohne Torben Beltz

Angelique Kerber stellt sich nach einem starken halben Jahr neu auf und trennt sich von Erfolgscoach Torben Beltz. Mit Beltz war Kerber zur Nummer eins der Welt aufgestiegen und feierte zahlreiche Erfolge. Für Kerber ändert sich jedoch an ihrer Situation nichts, sie stellt alle Zeichen auf Angriff und will zurück zu alten Zeiten. "Ich will bei großen Turnieren um Titel spielen", sagt die Deutsche.

Angelique Kerber stellt sich neu auf und will wieder angreifen

Fotocredit: SID

Die ersten beiden Grand-Slam-Titel, der Aufstieg zur Nummer eins der Welt und Olympia-Silber in Rio - all diese Highlights verbindet Angelique Kerber eng mit Torben Beltz, genauso wie die sportliche Wiederauferstehung in diesem Jahr. "Ich bin ihm sehr dankbar für die gemeinsame Zeit und für alles, was wir gemeinsam erlebt und erreicht haben", sagte die 33-Jährige. Doch den letzten großen Angriff auf der Zielgeraden ihrer Karriere startet Kerber ohne ihren Erfolgscoach.
Zum insgesamt dritten Mal gehen der deutsche Tennisstar und Beltz getrennte Wege, wie Kerber am Montag im Interview mit ihrem Sponsor Porsche bestätigte. An den ambitionierten Zielen für die neue Saison ändert dieser Schritt freilich nichts. "Ich will bei großen Turnieren um Titel spielen", sagte die Kielerin: "Das ist meine Motivation."
Beltz hatte Kerber erstmals von 2004 bis 2013 betreut und in die Weltspitze geführt, es folgte die erfolgreichste Phase von 2015 bis Ende 2017 mit den Major-Siegen in Melbourne und New York, dem Olympia-Finale in Rio und dem Sprung an die Spitze der Weltrangliste. Der dritte Abschnitt ab Ende Juli 2020 war nach einigen Startschwierigkeiten geprägt von einem starken Comeback mit dem Turniersieg in Bad Homburg, dem Halbfinale in Wimbledon und der kurzzeitigen Rückkehr in die Top 10.
Kerber kennt Beltz schon aus Jugendzeiten, und das Verhältnis zu dem Zwei-Meter-Mann könnte enger nicht sein. "Keiner weiß besser Bescheid, wie ich ticke", sagte sie erst im Sommer über den 44-Jährigen. Auf die genauen Umstände der abermaligen Trennung von Beltz ging Kerber nun nicht ein. Sie deutete lediglich an, dass sie "mehr Verantwortung übernehmen möchte".
Und mit dem Schwung des vergangenen halben Jahres stehen die Zeichen auch ohne Beltz an ihrer Seite voll auf Angriff. Die meisten ihrer Kontrahentinnen wüssten nun wieder, "dass sie ihr bestes Tennis spielen müssen, um mich zu schlagen", erklärte Kerber selbstbewusst: "Ich habe in den letzten sechs Monaten hart gearbeitet, um mir diesen Respekt zurückzuholen. Ich werde alles dafür tun, dass das auch so bleibt."
(SID
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Quelle: SNTV

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