Dass der Australian-Open-Finalist ab Montag erstmals die Weltrangliste anführt, rückte für Medvedev durch die Geschehnisse in der Ukraine vollkommen in den Hintergrund. "Als Tennisspieler möchte ich den Frieden auf der ganzen Welt fördern", sagte der Moskauer.
"Wir spielen in so vielen verschiedenen Ländern, ich war als Junior und als Profi in so vielen verschiedenen Ländern. Es ist nicht leicht, all diese Neuigkeiten zu hören", erklärte Medvedev nach dem 6:2, 6:3 über den Japaner Yoshihito Nishioka bei den Mexican Open in Acapulco.
"Es war definitiv nicht einfach, zu spielen und ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe, das Match zu gewinnen. Der Tag war wie eine Achterbahnfahrt", gab die designierte Nummer eins der Welt nach dem Halbfinaleinzug zu. Dort trifft Medvedev auf den Spanier Rafael Nadal. Auch die Nachricht, dass er ab Montag die Weltrangliste anführen würde, habe ihn beschäftigt, sagte der Russe.
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In der vergangenen Woche hatte Medvedevs Landsmann Andrey Rublev mit dem Ukrainer Denys Molchanov den Doppel-Titel beim ATP-Turnier in Marseille gewonnen. "Das war großartig, weil die Menschen zusammenhalten müssen", sagte Medvedev nun.

Auch Rublev schockiert

Auch der 24 Jahre alte Rublev selbst hatte sich deutlich zu den Vorkommnissen in seinem Heimatland geäußert. "In diesen Momenten realisierst du, dass mein Match nicht wichtig ist", sagte der Moskauer nach seinem 2:6, 6:3, 6:1-Sieg über den US-Amerikaner Mackenzie McDonald in Dubai.
"Es geht also nicht darum, wie das mein Match beeinflusst hat", stellte er am Donnerstag klar. "Was dort geschieht, ist viel schrecklicher", so Rublev.
"Man versteht, wie wichtig es ist, Frieden auf der Welt zu haben und einander zu respektieren, egal was passiert", so Rublev weiter. "Das Wichtigste ist: Wir müssen auf die Welt und aufeinander aufpassen."

Fußballer Smolov mit Botschaft

Auf Instagram teilte Rublev zudem einen Beitrag des russischen Fußball-Nationalstürmers Fedor Smolov. Auch der Angreifer von Dynamo Moskau hatte sich klar gegen den Einmarsch Russlands positioniert. Der 32-Jährige postete ein schwarzes Bild und schrieb dazu: "Kein Krieg!!!"
Daneben setzte Smolov ein gebrochenes Herz und die ukrainische Nationalflagge.
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