Masters Cincinnati - Jannik Sinner besiegt Alexander Zverev und die Schmerzen im Halbfinale: "Das bedeutet mir viel"

Jannik Sinner erreicht in Cincinnati durch einen Kraftakt im Halbfinale gegen Alexander Zverev das Masters-Finale. Für den Südtiroler bedeutet der 7:6 (11:9), 5:7, 7:6 (7:4)-Erfolg gegen den Deutschen, zuletzt durchaus ein Angstgegner, "viel nach allem, was ich durchgemacht habe". Allerdings machte sich beim 23-Jährigen kurz vor den US Open auch wieder die vermaledeite Hüfte bemerkbar.

Sinner: "Muss physisch besser werden für die US Open"

Quelle: SNTV

Die Schmerzen unterdrückt, die Nummer vier der Welt niedergerungen: Jannik Sinner steht in Cincinnati im Finale und greift nach seinem fünften Titel 2024. Im Halbfinale bezwang die Nummer eins der Welt Alexander Zverev in einem Drei-Stunden-Thriller.
"Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel nach allem, was ich durchgemacht habe", sagte Sinner auf der Pressekonferenz nach dem 3:06-Stunden-Match: "Ich bin sehr zufrieden unabhängig vom Ergebnis, unabhängig vom Ausgang des Finals. Ich habe mich physisch verbessert, aber ich muss noch besser werden."
In den Monaten zuvor hatte Sinner einige Turniere wegen einer Hüftverletzung verpasst. Die Olympischen Spiele in Paris musste er indes wegen einer Mandelentzündung auslassen.
Auch gegen Zverev schien der Südtiroler nicht immer bei 100 Prozent zu sein, lief unrund und musste in den ersten beiden Sätzen einen Break-Rückstand aufholen. Durch eine Regenunterbrechung ging die am Nachmittag gestartete Partie bis in den Abend hinein.
picture

Tiebreak-Thriller! Sinner bezwingt Zverev im Halbfinale

Quelle: SNTV

Sinner im Finale gegen Tiafoe

Seine Reaktion nach dem Matchball zeigte, dass der Sieg auch für den Italiener nicht nur eine von vielen war: Der sonst zurückhaltende 23-Jährige stieß einen lauten Schrei aus und jubelte in Richtung seiner Box.
Im Finale von Cincinnati trifft er auf Frances Tiafoe (0:00 Uhr im Livescoring), der sich nach Rückstand gegen Holger Rune durchsetzte.
Sinner hofft, dass die Hüfte hält. "Ich bin noch nicht besorgt", sagte der Italiener. "Ich freue mich spielen zu können. Das ist am wichtigsten. Ich habe sechs Tage Zeit um zu regenerieren, bevor die US Open starten."
picture

Matchbälle abgewehrt: Tiafoe gelingt Aufholjagd gegen Rune

Quelle: SNTV

Sinner überholt Becker

Unabhängig vom Ausgang des Finals wird Sinner auf jeden Fall bis Ende September die Nummer eins der Weltrangliste bleiben. Damit wird er mindestens 13 Wochen lang an der Spitze stehen - er überholt damit Boris Becker (12) und zieht mit Andy Roddick (13) gleich.
Schafft er es bis zum Ende des Jahres, die Eins zu halten, kassiert er auch Daniil Medvedev (16) und Mats Wilander (20) - Sinner stünde dann auf Rang 17 der Spieler mit den meisten Wochen am Platz an der Sonne.
Voraussetzung für eine Verlängerung der Serie ist natürlich seine Gesundheit. "Ich spüre die Hüfte manchmal", gab er auf der Pressekonferenz zu: "Ich muss verstehen, woran das momentan liegt, weil ich glaube, dass es eine andere kleinere Sache ist als vorher. Ich werde mich nach dem Finale durchchecken lassen."
picture

Highlights: Draper beats Auger-Aliassime after match point controversy

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung