ATP Cincinnati: Novak Djokovic schaltet sich in Matchball-Diskussion ein und fordert Video-Beweis im Profi-Tennis

Die Matchball-Entscheidung im Match zwischen Félix Auger-Aliassime und Jack Draper beim ATP-Masters in Cincinnati schlägt weiter hohe Wellen. Eine knifflige Entscheidung des US-amerikanischen Stuhl-Schiedsrichters sorgte für lange Debatten - auf dem Tennisplatz und in den sozialen Netzwerken. Nun schaltete sich auch Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic in die Diskussion ein.

Highlights: Draper beats Auger-Aliassime after match point controversy

Quelle: Eurosport

"Es ist peinlich, dass wir für diese Art von Situationen auf dem Spielfeld keine Videowiederholung haben", schrieb der Serbe auf "X".
"Noch lächerlicher ist, dass wir keine Regel haben, die es den Stuhlschiedsrichtern erlaubt, die ursprüngliche Entscheidung auf der Grundlage der Videowiederholung zu ändern, die außerhalb des Spielfelds stattfindet!", so Djokovic weiter.
Im Achtelfinale des Masters in Cincinnati zwischen Auger-Aliassime und Draper hatte der Kanadier vehement eine Wiederholung des Matchballs gefordert. In seinen Augen hatte der Brite den Ball zweimal mit dem Schläger berührt. Eine knifflige Szene, doch die Wiederholungen bestätigten den Kanadier in seiner Annahme.
Für den Olympiasieger von Paris Djokovic war das Grund genug, die ATP- sowie die WTA-Tour aufzufordern, den Videobeweis für alle Szenen einzuführen: "Jeder, der fernsieht, sieht, was in der Wiederholung passiert ist, aber die Spieler auf dem Spielfeld bleiben im Dunkeln und wissen nicht, was passiert ist."

Djokovic: "Unsinn darf nie wieder passieren"

In Cincinnati hatte ebenjener Stuhl-Schiedsrichter aus dem Draper/Auger-Aliassime-Match bereits eine Runde zuvor für Aufregung gesorgt.
In diesem Fall hatte die automatische Linientechnik nicht funktioniert, der US-Amerikaner Greg Allensworth machte anschließend aber Taylor Fritz dafür verantwortlich, weiter gespielt zu haben und die Partie nicht unterbrochen zu haben – obwohl die Filzkugel deutlich im Aus gewesen war.
Zu viel für Djokovic: "Wir haben Hawkeye für Line Calls, wir leben im technologisch fortgeschrittenen 21. Jahrhundert! Bitte sorgt dafür, dass dieser Unsinn nie wieder passiert!"

Gauff spricht sich für Videobeweis aus

Erst zuletzt beim Olympia-Turnier in Paris hatte sich auch die US-Open-Siegerin Coco Gauff nach ihrem Achtelfinal-Aus nach einer strittigen Schiedsrichterentscheidung im vorherigen Spielverlauf für den Videobeweis im Tennis ausgesprochen.
"Wir sollten Videowiederholung bekommen, weil es oft auch um wichtige Punkte geht. Hinterher entschuldigen sich die Verantwortlich für gewöhnlich, aber das frustriert noch mehr, wenn das Spiel vorbei ist und man verloren hat", sagte die US-Weltranglistenzweite.

US Open kommt ohne Linienrichter aus

Bei den US Open in New York City (ab 26. August) darf sich jeder Spieler pro Satz dreimal den Videobeweis bei engen Linienentscheidungen wünschen und eine Szene noch einmal anschauen lassen. Eine vierte kommt im Tiebreak dazu.
Da bei den US Open aber ohnehin schon Linientechnologie ("Hawk-Eye Live") statt menschlicher Linienrichter zum Einsatz kommt, sind diese Challenges meist hinfällig.
Ein "echter" VAR (Video Assistent Referee), der die Szene zwischen Draper und Auger-Aliassime hätte lösen können, ist bislang allerdings nicht vorgesehen.
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Tennis - ATP 1000 Cincinnati - 2nd Round - Monfils - Alcaraz - Alcaraz smashes his raquette

Quelle: Eurosport


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