ATP Finals: Alexander Zverev hat nach Auftaktsieg gegen Carlos Alcaraz Blut geleckt: "So schlecht bin ich nicht"

Alexander Zverev hat sich nach seinem Auftaktsieg bei den ATP Finals in Turin gegen Carlos Alcaraz selbstbewusst gegeben. Der Olympiasieger der Sommerspiele von Tokio wollte das Match gegen den Weltranglistenzweiten nicht als Sensation werten. Stattdessen richtete er den Fokus darauf, nach einem schwierigen Jahresbeginn endgültig wieder in der Weltspitze angekommen zu sein.

ATP Finals : Alexander Zverev defeated Alcaraz (Highlights) (SNTV)

Quelle: Eurosport

Alexander Zverev war bester Laune, als er im Anschluss an sein Auftaktmatch bei den ATP Finals vor die Presse trat. Verständlicherweise.
Ob er den Dreisatzsieg über Wimbledonsieger Carlos Alcaraz (6:7, 6:3, 6:4) - wie "einige andere Leute" - ebenfalls als Sensation werte? "So schlecht bin ich auch nicht", scherzte der Hamburger und schob mit etwas ernsterer Miene nach: "Ich habe schon zuvor gegen gute Spieler gewonnen. Nach der schweren Verletzung im vergangenen Jahr (im Halbfinale der French Open gegen Rafael Nadal, d. Red.) ist es für mich ein großer Erfolg, wieder zu den acht besten Spielern zu gehören, die sich hier in Turin messen."
Zverev, der vor dem prestigeträchtigen Jahresabschluss im Piemont einigermaßen tief gestapelt hatte und gemeinhin als Außenseiter galt, hat Blut geleckt, will nach dem Triumph über den an zwei gesetzten Spanier mehr.
Schon während des Spiels wuchs Zverevs Selbstbewusstsein trotz eines zwischenzeitlichen Schreckmoments mit fortlaufender Matchdauer merklich.

Top-Aufschlag, Probleme beim Return

Dabei musste der 26-Jährige gegen den fehleranfälligen Alcaraz nicht einmal sein bestes Tennis abrufen - während sein erste Aufschlag als beeindruckende Waffe diente (16 Asse), Zverev seinen Kontrahenten mit teils herausragenden Passierbälle zur Verzweiflung brachte, ließ beispielsweise der Vorhandreturn zu wünschen übrig.
"Ich finde, ich habe richtig gut gespielt. Außer der Return, der war nicht anwesend", gestand Zverev: "Einen halben Satz habe ich keinen Return reingespielt, das war ein bisschen schade. Aber ich habe gegen die Nummer zwei der Welt gewonnen."
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Alexander Zverev (l.) und Carlos Alcaraz

Fotocredit: Imago

Besagte Nummer zwei haderte im Nachgang zwar vor allem mit der eigenen Leistung, fand aber auch lobende Worte für Zverev und hob besonders dessen Service hervor. "Der Typ hat einfach einen der besten Aufschläge auf der Tour."
Obwohl Alcaraz auf dem Papier und gemäß des ATP-Rankings als womöglich dickster Fisch im Teich namens Rote Gruppe betrachtet werden durfte, werden die Aufgaben für Zverev mitnichten einfacher. Die beiden anderen Gruppengegner, namentlich Daniil Medvedev und Andrey Rublev, stellten wenige Stunden nach Zverevs Duell ihre derzeit herausragende Form unter Beweis..
Zwar behielt Medvedev in zwei Sätzen gegen seinen Landsmann die Oberhand, einen Grund, Rublev zu unterschätzen lieferte das Ganze jedoch keineswegs - immerhin mauserte sich Rublev zuletzt zum Angstgegner der deutschen Nummer eins, entschied die vergangenen drei Partien allesamt souverän für sich.

"Freue mich auf das, was kommt"

Ein Umstand, den Zverev freilich einzuordnen weiß. Dementsprechend verschwendet der amtierende Olympiasieger auch noch nicht allzu viele Gedanken an die K.o-Phase. "Ich hatte eine Menge Ups und Downs in dieser Saison. Die ersten Monate waren es fast nur Downs, weil ich kaum ein Match gewonnen habe", sagte er. Vielmehr sei er nun "happy", dass die Formkurve zum Ende des Jahres nach oben zeige.
"Das war ein sehr guter Start ins Turnier. Und ich freue mich auf das, was kommt", so Zverev abschließend. Eine Aussage, die von seinen kommenden Gegnern als Kampfansage verstanden werden dürfen.
Zverev und die ATP Finals - das scheint zu passen. Der zweimalige Sieger (2018, 2021) hat die Underdog-Rolle schon früh im Turnier abgelegt, es wäre also keine Sensation, sollte die Reise im Pala Alpitour noch länger als zuvor erwartet dauern.
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ATP Finals : Medvedev defeated Rublev (Highlights)(SNTV)

Quelle: Eurosport

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