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ATP Finals: Jannik Sinner holt erstmals Titel nach Sieg im Endspiel in Turin gegen Zverev-Bezwinger Taylor Fritz
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Update 18/11/2024 um 09:33 GMT+1 Uhr
Jannik Sinner hat erstmals die ATP Finals gewonnen. Der 23-jährige Südtiroler besiegte im Endspiel der inoffiziellen Tennis-WM in Turin Zverev-Bezwinger Taylor Fritz mit 6:4, 6:4 und tritt damit die Nachfolge von Vorjahressieger Novak Djokovic an. Gleichzeitig krönte der Weltranglistenerste Sinner sein herausragendes Jahr, in dem er bereits bei den Australian Open sowie US Open triumphiert hatte.
Highlights: Sinner-Sause! Italiener erfüllt sich Traum vom Heimsieg
Quelle: SNTV
Das Pala Alpitour tobte!
Jannik Sinner ist am Sonntag seiner Favoritenrolle im Endspiel der ATP Finals gerecht geworden und hat sich dank eines 6:4, 6:4-Sieges gegen Taylor Fritz (USA) erstmals zum inoffiziellen Tennis-Weltmeister gekrönt.
Im Vorjahr hatte sich der italienische Lokalmatador an selber Stelle noch Rekord-Champion Novak Djokovic, der in diesem Jahr verletzungsbedingt fehlte, im Finale geschlagen geben müssen.
Mit dem Erfolg bei der Neuauflage des US-Open-Finals, das der Südtiroler ebenfalls für sich entschieden hatte, knackte er außerdem die magische Marke von 70 Siegen auf der ATP-Tour in diesem Kalenderjahr. Damit zog er in dieser Hinsicht wieder an Alexander Zverev vorbei (69).
Auch in der Weltrangliste baute Sinner seinen Vorsprung auf den auf zweitplatzierten Hamburger auf 3915 Punkte aus.
Sinner wird zum Aufschlagriesen
Apropos Zverev: Dessen Halbfinal-Bezwinger Fritz hielt am Sonntag lange Zeit gut mit und konnte sich auf seinen gewohnt soliden Aufschlag verlassen.
Allerdings gab sich auch Sinner bei eigenem Service keine Blöße und setzte den US-Amerikaner darüber hinaus mit seinen brachialen Vorhand-Schlägen enorm unter Druck.
"Das ist die beste Aufschlagsleistung, die ich von ihm in diesem Jahr gesehen habe", schwärmte "Sky"-Expertin Andrea Petkovic.
Ein Blick auf die Statistiken belegten dies: Gleich zehn Asse und 90 Prozent gewonnene Punkte bei erstem Aufschlag verzeichnete der 23-Jährige in Satz eins.
Die Entscheidung in eben jenem Durchgang fiel beim Stand von 3:3, als der Südtiroler Fritz erstmals breakte und diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand gab.
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Jannik Sinner gibt sich im Endspiel der ATP Finals die Faust
Fotocredit: Imago
Sinner mit Vorentscheidung in Satz zwei
Im zweiten Satz entwickelte sich zunächst ein ähnliches Spiel wie im ersten Durchgang: Beide Spieler servierten konzentriert, ehe die Nummer eins im fünften Spiel das Tempo anzog und seinem Gegner zum 3:2 erneut den Aufschlag abnahm.
Es war die Vorentscheidung auf dem Weg zu Sinners achtem Titel im Jahr 2024.
Letztlich verwandelte der 23-Jährige nach 1:24 Stunden seinen ersten Matchball, gewann damit als erster Italiener das prestigeträchtige Saisonfinale und untermauerte damit seinen Status als aktuell weltbester Tennisspieler.
Dazu gab Sinner im Turnierverlauf nicht einen Satz ab, war zuletzt Ivan Lendl 1986 gelungen war und darf sich über 4,88 Millionen US-Dollar Preisgeld freuen.
Fritz kann sich dagegen damit trösten, dass er das Kalenderjahr als Nummer vier der Welt beenden wird.
Sinner: "Es ist unglaublich"
Für Sinner war es der erste ATP-Titel auf italienischem Boden. Ein Erfolg, der für den Südtiroler einen besonderen Stellenwert hat. "Es ist unglaublich. Das war mir sehr wichtig und bedeutet mir viel", erklärte er im offiziellen Siegerinterview.
Die Tatsache, dass er in der zurückliegenden Woche teilweise Tennis von einem anderen Stern gezeigt hat, ist dem zweimaligen Grand-Slam-Sieger bewusst. "Ich habe versucht mein bestes Tennis zu spielen. Und manchmal konnte ich einfach nicht besser spielen", so Sinner.
Darüber hinaus bedankte sich Sinner bei seinem engsten Umfeld, das ihm besonders in den Wochen und Monaten nach den positiven Dopingtests viel Kraft verliehen hatte. "Alle Leute, die mich etwas besser kennen, wissen genau, wie schwierig manche Phasen in diesem Jahr waren. Mein Team hat mir sehr geholfen", führte Sinner im Interview bei "Sky" aus.
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