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ATP Finals: Alexander Zverev verliert gegen Félix Auger-Aliassime - eine Pleite wird zum Sinnbild einer Saison
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Publiziert 15/11/2025 um 20:19 GMT+1 Uhr
Alexander Zverev blickte nach der Niederlage gegen Félix Auger-Aliassime einmal grimmig in die Runde, dann ging er mit sich selbst hart ins Gericht. "Das war eine unglaublich unbefriedigende Saison", sagte der Tennisstar nach dem Ende eines bitteren Jahres auf der Tour im Presseraum von Turin: "Die Tennissaison ist lang, mit vielen Ups and Downs, aber für mich gab es diesmal nicht viele Ups."
Frühes Aus besiegelt! Zverev hadert und scheitert an Auger-Aliassime
Quelle: Eurosport
Das hochverdiente 4:6, 6:7 (4:7) gegen Félix Auger-Aliassime, das sein Aus in der Gruppenphase der ATP Finals besiegelt hatte, sei zu allem Überfluss "das schlechteste Match" im vergangenen Monat gewesen.
Abgesehen von der deutlichen Niederlage gegen Jannik Sinner in Paris, bei der er aber angeschlagen gewesen sei, wie Zverev betonte. Gegen den Kanadier Auger-Aliassime fehlte es ihm in der Tat merklich an Selbstvertrauen, zudem agierte er über weite Strecken der Partie zu passiv. Und so wurde das Match zu einem stimmigen Sinnbild der ernüchternden Saison.
Zverev gewann auf der ATP-Tour lediglich den Titel beim 500er-Turnier in München im April - auf der Grand-Slam-Bühne lief es im Anschluss an seine deutliche Niederlage im Finale der Australian Open gegen Sinner im Januar auch nicht mehr rund:
Bei den French Open war im Viertelfinale Schluss, in Wimbledon in der ersten Runde und bei den US Open, ebenfalls nach einer Pleite gegen Auger-Aliassime, in Runde drei.
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Zverev genervt: "Keine Lust mehr" auf Beckers Kommentare
Quelle: Perform
Zverev und Becker: Unterkühltes Verhältnis
Ein weiteres Erbe dieser ATP-Saison: Das einst intakte Verhältnis zu Tennis-Ikone Boris Becker scheint aktuell stark abgekühlt zu sein. Das wurde am späten Freitagabend überdeutlich.
Becker, in der Vergangenheit gar als potenzieller Coach des Hamburgers gehandelt, sah die Gründe für Zverevs schwache Leistung gegen Auger-Aliassime bei "Sky" nicht in dessen spielerischer Leistungsfähigkeit; stattdessen attestierte er ihm unter anderem eine "mentale Blockade" - Zverev sei gegen Auger-Aliassime "mit dem Druck" nicht klargekommen, und "mit der Erwartungshaltung".
Zverevs Reaktion fiel kurz darauf knapp aus. "Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr auf seine Kommentare", sagte er angesprochen auf Beckers Einschätzung.
Eine ähnliche Aussage hatte er in Bezug auf kritische Anmerkungen des einstigen Wimbledonsiegers in der Öffentlichkeit bereits im Oktober getätigt.
Zverev reist mit Frust zum Davis Cup
Kurzfristig bleibt dem 28-Jährigen zur Frustbewältigung der Blick nach vorne. Ganz vorbei ist das Tennisjahr für ihn schließlich noch nicht. Bei der Endrunde des Davis Cup in Bologna will Zverev antreten.
"Ich spiele ihn, weil meine Teamkollegen mich gefragt haben", stellte er klar - auch wenn er den aktuellen Modus mit der Endrunde der besten acht Teams an einem Ort erneut kritisierte.
Die deutsche Mannschaft um Zverev, Jan-Lennard Struff und das Spitzendoppel Kevin Krawietz/Tim Pütz trifft am Donnerstag auf Argentinien. Erst nach dem Turnier beginnt für Zverev die Saisonanalyse.
"Ich spiele den Davis Cup, dann nehme ich mir eine Auszeit und habe Zeit, um darüber nachzudenken", schloss er - und verschwand unzufrieden in die Nacht.
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(SID)
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Highlights: Eiskalter Sinner kocht auch Shelton ab
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